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8. Mai 2018, News in Organisation & Transparenz

70.000 zweite Chancen auf Leben

„Die Tatsache, dass ich durch eine im Grunde genommen einfache Stammzellspende Leben retten konnte, erfüllt mich mit Stolz.“

Es war eine Aktion vor zwei Jahren an seiner Schule, bei der sich der heute 19-jährige Willi Blüm zusammen mit seinen Freunden als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registriert hatte. Mit seiner Stammzellspende – die zugleich die 70.000ste Stammzellentnahme eines DKMS-Spenders ist – hat er jetzt die Möglichkeit, einem Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben zu schenken. Er steht damit beispielhaft für eine wichtige Spendergruppe, die von Transplanteuren weltweit am häufigsten angefragt werden: Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren.

„Es war für uns alle eine Selbstverständlichkeit“, erinnert sich der sportbegeisterte Willi Blüm an die damalige Registrierung in seiner Schule. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit ist der 19-jährige Auszubildende zum KfZ-Mechatroniker aus Neuental in der Nähe von Kassel auch zur Stammzellentnahme in die Klinik gefahren.

Aufgeregt war ich schon Tage vor der Entnahme. Es war auch die Vorfreude, die mich aufgewühlt hat, man schenkt ja auch nicht jeden Tag einem fremden Menschen die Hoffnung auf ein zweites Leben“, sagt Willi und beschreibt den Moment, als er erfahren hat, dass er als Spender für einen Patienten in Frage kommt. „Es kam ein Brief von der DKMS. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, diese unerwartete Nachricht zu erhalten. Ich weiß noch, dass ich sehr froh war, einem Mensch helfen zu können – meinem genetischen Zwilling.“

Große Unterstützung erhielt er dabei von seinem Umfeld, das natürlich überrascht von dieser Nachricht war. „So wie ich anfänglich, also selbstverständlich im positiven Sinn. Das Feedback war ausschließlich gut, einige waren fast schon neidisch, dass ich einem Menschen eine zweite Chance auf Leben schenken darf“, erzählt Willi.

Dass seine Spende zugleich die 70.000ste Stammzellentnahme durch einen DKMS-Spender darstellt, erfüllt ihn mit Stolz: „Schon die Tatsache, dass ich durch eine im Grunde genommen einfache Stammzellspende Leben retten konnte, erfüllt mich mit Stolz. Dass ich dann auch noch diese magische Zahl für die DKMS überschreiten darf, ist für mich eine Ehre. Das bislang Erlebte motiviert mich, andere junge Menschen zu überzeugen, sich ebenfalls als Stammzellspender zu registrieren.“

Wie wichtig diese nachhaltige Überzeugungsarbeit ist, zeigen wissenschaftliche Analysen. Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sind die am häufigsten angeforderten Spender. Transplanteure bevorzugen jüngere Spender, da die Überlebensrate der Empfänger von Stammzellen junger Spender am höchsten ist.

Unser Spender Willi Blüm ist aus der Spendergruppe der jungen Männer, die für Patienten besonders relevant ist, denn je mehr junge, männliche Spender in unserer Spender-Datei sind, desto mehr Patienten können wir helfen und eine zweite Chance auf Leben geben. Wir sprechen deshalb diese Zielgruppe gezielt an und motivieren zur Registrierung“, erklärt DKMS-Hauptgeschäftsführer Henning Wrogemann.

Für Willi selber bleibt es bei der Selbstverständlichkeit: „Als ich gespendet habe ging mir durch den Kopf, dass es auch einen Menschen in meinem Umfeld treffen könnte. Und dann wird man unendlich glücklich sein, wenn ein fremder Mensch Stammzellen spendet. Für mich war es jedenfalls selbstverständlich.

Lesen dazu auch unsere offizielle Pressemitteilung!

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