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2. Juni 2020, News in Organisation & Transparenz

Coronakrise: DKMS sorgt sich um Blutkrebspatienten

Deutlicher Rückgang der Arztbesuche und verspätete Diagnosen

Allein in Deutschland erhält alle 15 Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs, das sind jedes Jahr rund 39.000 Neuerkrankungen. Für alle betroffenen Patient:innen bedeutet die Coronapandemie eine enorme zusätzliche Belastung – und für viele auch ein erhöhtes Risiko. Mit großer Sorge beobachtet die DKMS den massiven Rückgang der Arztbesuche seit Beginn der Coronakrise.

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„Das Coronavirus darf nicht dazu führen, dass wichtige Arzttermine verschoben oder gar unterlassen werden. Eine zu spät gestellte Krebsdiagnose verhindert Heilungschancen! Blutkrebs geht nicht in Quarantäne“, betont Dr. Elke Neujahr, Vorsitzende der Geschäftsführung der Stammzellspenderdatei DKMS. Anlass zur Sorge bereiten Berichte und Erhebungen aus Fachkreisen, die auf einen anhaltenden Rückgang von Arztbesuchen und verspätete Diagnosen hinweisen. Und dies, obwohl hohe Sicherheitsvorkehrungen in Praxen und Kliniken gelten.

Dass sich die Situation in vielen Praxen und Kliniken Deutschlands seit Beginn der Coronakrise verändert hat, zeigt eine Umfrage des Marburger Bundes: 57 Prozent der 8.707 befragten Ärzt:innen gaben an, ihr Arbeitsaufkommen habe seit Beginn der Coronakrise im März abgenommen. Nach Aussagen der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) ist die Tendenz zu beobachten, dass die Zahl der im Frühstadium diagnostizierten Tumoren wie Darm- oder Brustkrebs zurückgehe. Auch seien einige der akut lebensbedrohlichen Krebserkrankungen – darunter Blutkrebserkrankungen – erst in sehr fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert worden.

Die DKMS ermutigt deshalb alle betroffenen Patient:innen, verdächtige Symptome unbedingt abklären zu lassen.

Für weitere Informationen zum Thema lesen Sie unsere aktuelle Pressemitteilung.

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