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13. September 2021, Pressemitteilung in Organisation & Transparenz

Berliner Schulen erhalten DKMS Schulsiegel

Bildungssenatorin Sandra Scheeres zeichnet soziales Engagement aus

Tübingen/Berlin, 13. September 2021 – Drei herausragend engagierte Schulen hat die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres für ihr Engagement mit dem DKMS Schulsiegel ausgezeichnet. Die DKMS verleiht dieses Siegel an Schulen, die sich nachhaltig im Kampf gegen Blutkrebs einsetzen. Das Engagement junger Menschen ist unverzichtbar bei der Suche nach potenziellen Stammzellspenderinnen und -spendern. Sie kommen aus medizinischen Gründen besonders häufig für eine Stammzellspende in Betracht. Deshalb führt die DKMS Schulaktionen in ganz Deutschland durch und klärt mit Unterrichtsmaterialien und Vorträgen über das Thema Blutkrebs auf.

„Für einen Blutkrebspatienten kann die Registrierung bei der DKMS mit einem einfachen Wangenabstrich einen ganz entscheidenden Unterschied ausmachen. Mit der Registrierung bei der DKMS haben viele Schülerinnen und Schüler an Berliner Schulen genau diesen Schritt gemacht“, erklärt Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei der Verleihung des DKMS Schulsiegels. „Einige von ihnen haben damit schon etwas Außergewöhnliches erreicht – sie haben als Stammzellspender einem Menschen eine zweite Chance auf ein gesundes Leben ermöglicht.“ Für diese Leistung hat Bildungssenatorin Sandra Scheeres gemeinsam mit der Direktorin Spenderneugewinnung und Corporate Communications der DKMS, Konstanze Burkard, die OSZ Gastgewerbe Brillat-Savarin-Schule und das OSZ Gesundheit I in Berlin-Wedding sowie die Hermann-Scheer-Schule in Berlin-Oberschöneweide ausgezeichnet. Mit bislang fünf Schulaktionen unterstützt die OSZ Gastgewerbe Brillat-Savarin-Schule die DKMS seit 2010.

Dabei registrierten sich 1.486 Schülerinnen und Schüler als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender. Daraus sind acht tatsächliche Spenderinnen und Spender hervorgegangen, die einem an Blutkrebs erkrankten Menschen eine zweite Lebenschance ermöglichten. Am OSZ Gesundheit I haben sich bei drei Aktionen seit 2010 insgesamt 780 junge Menschen registriert, von denen vier tatsächlich Stammzellen spendeten. Seit 2016 engagiert sich die Hermann-Scheer-Schule für die DKMS ein. Bei vier Schulaktionen registrierten sich dort 498 Schülerinnen und Schüler – zwei haben als „genetischer Zwilling“ einer Patientin oder eines Patienten ihre Stammzellen gespendet.

Bundesweit zeigt die Zahl von 455.000 Schülerinnen und Schülern, die sich im Rahmen des DKMS Schulprojekts registriert haben, wie wichtig das Engagement an den Schulen ist. Dazu steuern 80 Aktionen an Berliner Schulen mit 7.566 registrierten Schülerinnen und Schülern ihren Beitrag bei. Aus ihnen gingen 50 Menschen hervor, die einem an Blutkrebs erkrankten Menschen ihre Stammzellen gespendet haben.

Doch Hilfe ist weiterhin dringend nötig: Alle zwölf Minuten erhält allein in Deutschland ein Mensch die Schockdiagnose Blutkrebs. Für viele Blutkrebspatientinnen und -patienten ist eine Stammzelltransplantation die einzige Überlebenschance. Weitere Schulaktionen und zusätzliche junge Spenderinnen und Spender können diesen Menschen Hoffnung schenken! Deshalb rufen die Senatsverwaltung und die DKMS Berliner Schulen weiterhin zur Teilnahme am Schulprojekt auf: „Jeder und jede Registrierte zählt, um den Kampf gegen Blutkrebs gewinnen zu können. Den jungen Menschen an den Schulen Berlins bin ich daher sehr dankbar für ihre Bereitschaft, sich zu registrieren und Stammzellen zu spenden“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres, die zugleich als Schirmherrin des Projekts fungiert. „Auch der DKMS möchte ich dafür danken, dass sie mit diesem Projekt dazu beiträgt, die Schülerinnen und Schüler zu informieren und ihr Engagement für Menschen in Not zu fördern.“

Ein Einsatz, der gerade in schwierigen Zeiten wichtig sei, unterstreicht Konstanze Burkard: „Die Pandemie hat viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beeinträchtigt – auch unsere Veranstaltungen an den Schulen mussten wir aussetzen. Wir haben auf die Folgen der Pandemie zügig reagiert und unsere Registrierungsangebote um hybride und digitale Veranstaltungsformen erweitert.“ Dadurch habe die DKMS eine sichere und unkomplizierte Registrierung für die Schülerinnen und Schüler als Stammzellspenderinnen und -spender auch ohne Aktionen vor Ort ermöglicht. „Mit neuen Formaten wie unserer digitalen Schulstunde informieren wir insbesondere die Schülerinnen und Schüler umfassend und bereichern die Unterrichtsgestaltung von Schulen.“

Einmal mehr hob Burkard die Rolle der Schulen im Kampf gegen Blutkrebs hervor. „Schulaktionen wie hier in Berlin leisten einen zentralen Beitrag dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Mitmenschen solidarisieren und sich uneigennützig für sie engagieren“, so Burkard. „Ich freue mich über jede Schule, die an dem Schulprojekt der DKMS teilnimmt und damit die Überlebenschancen unzähliger Menschen mit Blutkrebs weltweit verbessert.“

Seit mehr als 15 Jahren zeigt das DKMS Schulprojekt, dass Lernen und soziales Engagement bestens vereinbar sind. Das Angebot unter dem Motto „Dein Typ ist gefragt“ richtet sich an Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildende Schulen. Ihnen stellt die DKMS innovativ aufbereitete, kostenlose Unterrichtspakete zur Verfügung, die sich sowohl digital als auch im Präsenzunterricht einsetzen lassen. Kompatibel sind die Materialien mit den Fächern Biologie, Deutsch, Ethik, Religion und Sozialwissenschaften. Am Ende jeder Schulaktion haben interessierte junge Menschen ab 17 Jahren die Möglichkeit, sich als potenzielle Stammzellspenderinnen und -spender registrieren zu lassen. Der notwendige Wangenabstrich kann eigenständig und unkompliziert zu Hause durchgeführt werden.

Alles Wissenswerte zum DKMS Schulprojekt erfahren Sie hier: dkms.de/schulen

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