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31. Mai 2017, Pressemitteilung in Spender & Patienten

DKMS-Spenderin Daniela Halfkann trifft ihre Patientin

Erftstädterin rettete US-Amerikanerin mit Stammzellspende das Leben

Köln/Erftstadt, 31. Mai 2017 – Eine besonders bewegende Reise liegt hinter Daniela Halfkann aus Erftstadt: Im April 2017 flog die 30-Jährige mit ihrer Familie in die USA, um dort endlich die Frau zu treffen, der sie vor über zwei Jahren mit ihrer uneigennützigen Stammzellspende ein neues Leben geschenkt hatte: Merissa Edwards (40) aus Duluth in Minnesota. Dort bekam sie ein unvergessliches Geschenk, welches sie seither begleitet und an ihre „neue Familie“ erinnert.

 „Forever family, Oct. 31 2014“ und „Danke“, steht auf einem silbernen, herzförmigen Amulett, das Daniela Halfkann um den Hals trägt. Es handelt sich bei dem Schmuckstück um ein Geschenk ihrer Stammzellempfängerin Merissa Edwards aus Duluth in Minnesota, das der Erftstädterin beim USA-Besuch im April 2017 überreicht worden war. „Merissa in die Arme zu schließen hat sich angefühlt wie Familie,“ erzählt Daniela, als die DKMS sie kurze Zeit nach der ersten Begegnung mit ihrer Stammzellempfängerin zu Hause in Erftstadt trifft, in einem emotionalen Interview. „Obwohl man sich ja noch nie gesehen hatte, war es so, als würde dort ein Teil von mir stehen. Einfach schön!“

Rückblick: Merissa war an Blutkrebs erkrankt und benötigte dringend eine Stammzellspende. Danielas Gewebemerkmale passten und sie spendete am 31. Oktober 2014 ambulant Stammzellen. Der Tag, an dem Merissas zweites Leben begann. Die Spende empfand Daniela insgesamt als unproblematisch. Zwar verspürte sie während der Gabe eines Medikaments zur Vorbereitung auf ihre Stammzellspende ein wenig Gliederschmerzen, jedoch diese nahm Daniela gerne in Kauf. „Schließlich bekommt man nicht jeden Tag die Chance ein Leben zu retten.“ Daniela freute sich sehr, dass sie helfen konnte und machte sich viele Gedanken, über den zunächst unbekannten Menschen, dem sie eine neue Chance auf Leben ermöglicht hatte. Schon bald erfuhr sie, dass ihre Empfängerin in den USA lebt und genau zehn Jahre älter als sie ist. Anonym tauschten sich Daniela und Merissa über die DKMS aus, und stellten dabei erste Gemeinsamkeiten fest. Beispielsweise haben beide Frauen zwei Kinder und beide Ehemänner sind bei der Berufsfeuerwehr. Schnell war für Daniela und Merissa klar, dass sie sich auch persönlich kennen lernen wollen.

Im April 2017 ist es dann endlich so weit. Gemeinsam mit ihrem Mann Stephan und ihren Mädchen Ina (4) und Mila (1), macht sich Daniela auf die lange Reise nach Duluth in Minnesota. Als die Familie nach einer 23-stündigen Reise endlich ankommt, wartet Merissa bereits aufgeregt am Gate. Beide Frauen schließen sich herzlich in die Arme und vom ersten Moment an ist eine Verbundenheit da, die auch in den nächsten Tagen nicht abreißt.

Merissa und ihr Mann Dennis halten ein abwechslungsreiches Programm für Daniela und ihre Familie bereit. Beispielsweise gibt es eine große Party, denn schließlich wollen alle wissen, wer die Lebensretterin, der „Engel aus Deutschland“ ist. Ferner hält Merissa bei einer großen Sportveranstaltung an dem College, an dem sie arbeitet, eine berührende Dankeschön-Rede für Daniela. Dabei ruft sie die Studenten eindringlich dazu auf, den weltweiten Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen und verweist auf den US-Standort der gemeinnützigen DKMS, wo eine Registrierung möglich ist. Auch Danielas Kinder müssen sich nicht langweilen und es gibt gemeinsame Ausflüge in die Kletterhalle und darüber hinaus viele Geschenke.

In den zehn Tagen können Daniela und Merissa noch viele weitere Gemeinsamkeiten feststellen: Für beide Frauen steht die Familie an erster Stelle. Beide sind Linkshänderinnen, mögen keine Kidneybohnen, keinen Kaffee – dafür aber Früchtetee. Auch die beiden Ehemänner verstehen sich auf Anhieb, denn beide sind absolute Star Wars- Fans und Danielas Mann wird von Merissas Ehemann einen Tag lang mit zu seiner Dienststelle genommen und fährt als „Kollege aus Deutschland“ Einsätze mit.

Viel zu schnell geht die gemeinsame Zeit vorbei, und wieder zurück in Deutschland vermissen die Halfkanns ihre „US-Familie“ sehr. Der Gegenbesuch von Merissa ist aber schon für Sommer 2018 geplant. Bis dahin tauschen sich die Familien regelmäßig per Kurznachricht über ihre Smartphones aus, und versuchen an den Wochenenden sich per Videotelefonie auch zu sehen.

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