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18. September 2020, Pressemitteilung in Medizin & Forschung

DKMS vergibt Stipendien für die Blutkrebsforschung

John Hansen Research Grant 2021 - Ausschreibung läuft

Dresden/Tübingen, 18. September 2020 – Bis zum 8. Dezember sind junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu eingeladen, sich um den John Hansen Research Grant zu bewerben. Die DKMS Stiftung Leben Spenden fördert damit alljährlich bis zu vier internationale Nachwuchswissenschaftler:innen, die mit ihren vielversprechenden Forschungsprojekten den Kampf gegen Blutkrebs voranbringen wollen – insbesondere im Bereich der Blutstammzelltransplantation und Zelltherapie. Die Stipendiat:innen erhalten jeweils 240.000 Euro für die Fortsetzung ihrer Arbeit.

Die DKMS Stiftung Leben Spenden lädt Nachwuchswissenschaftler:innen aus aller Welt dazu ein, sich mit ihren Forschungsprojekten um den John Hansen Research Grant zu bewerben. Dotiert ist dieser mit jeweils 240.000 Euro, ausgezahlt über einen Zeitraum von drei Jahren. Gefördert werden bis zu vier Wissenschaftler:innen mit vielversprechenden Forschungsprojekten aus den Bereichen der Stammzelltransplantation und der Zelltherapie, um Blutkrebs zu besiegen. Voraussetzung für die Teilnahme sind unter anderem ein Doktorgrad oder eine vergleichbare Qualifikation, die höchstens zwölf Jahre zurückliegen. Über alle Bewerbungsmodalitäten und weitere Details zum John Hansen Research Grant informieren wir auf dkms.org/john-hansen-grant. Gerne können Bewerber:innen die Unterlagen auch per E-Mail an grant@dkms.org anfordern. Die Bewerbungsfrist endet am 8. Dezember 2020.

Die DKMS – als Stammzellspenderdatei engagiert im Bereich Medizin und Wissenschaft

Die DKMS ist bekannt als internationale gemeinnützige Organisation im Kampf gegen Blutkrebs. Hier sind über zehn Millionen potenzielle Stammzellspender:innen registriert. Bis heute hat die DKMS bereits mehr als 87.000 Lebenschancen für Blutkrebspatient:innen ermöglicht. Darüber hinaus setzt sich die weltweit führende Stammzellspenderdatei mit Nachdruck auch im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich dafür ein, die Überlebens- und Heilungschancen von Blutkrebspatient:innen immer weiter zu verbessern. Dies geschieht zum Beispiel im DKMS Life Science Lab, dem HLA-Hochleistungslabor der DKMS, und mit einer eigenen Forschungseinheit, der Clinical Trials Unit in Dresden. Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die weitere Optimierung der Spenderauswahl für das perfekte „Match“: Damit sich die Stammzellen einer fremden Spenderin oder eines fremden Spenders im Körper des Patienten ansiedeln können, müssen die Gewebemerkmale und einige weitere Parameter möglichst genau übereinstimmen. Die Clinical Trials Unit sucht systematisch nach zusätzlichen immungenetischen Faktoren, die den Erfolg einer Stammzelltransplantation positiv beeinflussen könnten.

Damit immer mehr Blutkrebspatientinnen und -patienten weltweit eine zweite Chance auf Leben erhalten, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, so viele Spenderinnen und Spender wie möglich zu registrieren“, erklärt Marcel van den Brink, Chairman der DKMS Stiftung Leben Spenden. Doch die DKMS tue weitaus mehr. Solange es noch Patient:innen gebe, die beispielsweise Rückfälle erleiden oder an lebensbedrohlichen Komplikationen wie der Graft-versus-host-disease versterben, sei man noch lange nicht am Ziel. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, den wissenschaftlichen Fortschritt in diesem medizinischen Nischenbereich voranzutreiben. Denn nur so können wir dazu beitragen, neue Blutkrebstherapien zu entdecken und sie für die Patient:innen immer erfolgreicher und sicherer zu machen“, so van den Brink.

John A. Hansen – Pionier und Mediziner mit Herz

Eine wichtige Säule bildet dabei die Nachwuchsförderung mit dem John Hansen Research Grant (bis 2019: Mechtild Harf Research Grant). Seit 2015 zeichnet die DKMS Stiftung Leben Spenden jedes Jahr damit bis zu vier Nachwuchswissenschaftler:innen aus. Benannt ist das Forschungsstipendium nach John A. Hansen, herausragender Onkologe und angesehener Immungenetiker am renommierten Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle sowie empathischer Mediziner mit großem Herzen. Nach seinem Tod 2019 benannte die DKMS Stiftung den Mechtild Harf Research Grant ihm zu Ehren um. Mit seinen exzellenten Leistungen auf dem Gebiet der hämatopoetischen Stammzelltransplantation trug er maßgeblich dazu bei, die Wirksamkeit und Sicherheit von Blutstammzell- und Knochenmarktransplantationen zu erhöhen – und schenkte damit zahlreichen Patient:innen eine neue Chance auf Leben. Als langjähriges Mitglied des Stiftungsvorstandes der DKMS Stiftung Leben Spenden und Mitglied im Medizinischen Beirat der DKMS war er mit der DKMS-Familie zutiefst verbunden.

Weitere Informationen zum John Hansen Research Grant, den aktuellen Bewerbungsmodalitäten sowie den vier Stipendiatinnen 2020 finden Sie unter dkms.org/john-hansen-grant

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