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3. September 2021, Pressemitteilung in Organisation & Transparenz

Kultusminister verleiht DKMS Schulsiegel

Grant Hendrik Tonne würdigt Einsatz von Schulen gegen Blutkrebs

Tübingen/Hannover, 3. September 2021 – Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat vier niedersächsische Schulen mit dem DKMS Schulsiegel ausgezeichnet. Das Siegel verleiht die DKMS bundesweit an Schulen, die sich nachhaltig im Kampf gegen Blutkrebs engagieren. Da junge Menschen aus medizinischen Gründen besonders häufig als potenzielle Stammzellspender:innen in Frage kommen, ist ihr Einsatz im Kampf gegen Blutkrebs besonders wichtig. Die DKMS bietet interessierten Schulen in ganz Deutschland unterschiedliche digitale und analoge Formate an, um Schüler:innen umfassend über die Themen Blutkrebs und Stammzellspende aufzuklären und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich als Stammzellspender:innen zu registrieren.

Über 450.000 – das ist die Anzahl an Schüler:innen, die sich bei den bundesweiten Schulaktionen der DKMS bereits in die Datei aufnehmen ließen. 61.748 von ihnen kamen von niedersächsischen Schulen, 761 niedersächsische Schülerinnen und Schüler gaben mit ihrer Stammzellspende einer Patientin oder einem Patienten eine zweite Lebenschance. Vier Schulen in Niedersachsen hat die DKMS nun für ihre wiederkehrenden Schulaktionen das DKMS Schulsiegel verliehen.

So unterstützt in der Landeshauptstadt Hannover das Diakonie-Kolleg die DKMS seit 2013. Bei drei Registrierungsaktionen haben sich dort 103 junge Menschen registriert, von denen einer Stammzellen gespendet hat. Das Gymnasium Marianum in Meppen hat in den elf Jahren seines Engagements zehn Schulaktionen durchgeführt, bei denen sich knapp 800 Schüler:innen in die DKMS Datenbank aufnehmen ließen. Zehn von ihnen ermöglichten einem Menschen mit ihrer Stammzellspende eine zweite Chance auf Leben. An der Berufsbildenden Schule in Papenburg haben sich bei acht Registrierungsaktionen seit Beginn des Schulprojekts in Niedersachsen im Jahr 2011 unglaubliche 3.458 Schüler:innen als potenzielle Stammzellspender:innen in die Datenbank eingetragen. Hierbei unterstützte auch der Verein „Leukin e. V.“ aus Rhauderfehn. 60 der Schüler:innen spendeten bislang Stammzellen. Am Gymnasium Oesede in Georgsmarienhütte ließen sich mit Unterstützung der ortsansässigen Stiftung „Hilfe für Petra und andere“ bei zehn Schulaktionen seit 2011 insgesamt 739 Schüler:innen bei der DKMS registrieren. 15 von Ihnen haben inzwischen einem Blutkrebspatienten oder einer Patientin ihre lebensrettenden Stammzellen gespendet.

Die große Einsatzbereitschaft der jungen Leute begeistert den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein – das Motto der DKMS zeigt, wie einfach es sein kann, sich im Kampf gegen eine lebensbedrohliche Erkrankung wie Blutkrebs stark zu machen. Das Engagement unserer niedersächsischen Schulen im Kampf gegen diese Erkrankung beeindruckt mich enorm und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in Hannover, Meppen, Oesede und Papenburg machen mich besonders stolz. Dass sich so viele junge Menschen bei der DKMS registrieren, um anderen das Leben zu retten, ist ein großartiges Zeichen für unsere Gesellschaft und macht Mut für die Zukunft“, erklärte Tonne. „Indem die DKMS mit ihrer Schulaktion die Schülerinnen und Schüler über die Thematik Stammzellspende informiert und aufklärt, liefert sie einen essentiellen Beitrag im Kampf gegen den Blutkrebs und bereichert zugleich die Bildung an den Schulen. Über die unermüdliche Arbeit der DKMS an unseren Schulen freue ich mich daher außerordentlich.“ Tonne ist Schirmherr des DKMS Schulprojekts in Niedersachsen und unterstützt die Organisation darin, möglichst viele Schüler:innen für das Thema Blutkrebs zu sensibilisieren und sie zu motivieren, sich als Stammzellspender:innen registrieren zu lassen.

Wie hoch die Bedeutung des uneigennützigen Engagements der Schüler:innen gerade in schwierigen Zeiten wie der Corona-Pandemie ist, betonte DKMS Geschäftsführerin Dr. Elke Neujahr anlässlich der Verleihung der DKMS Schulsiegel: „Die Pandemie hat dazu geführt, dass unsere Schulaktionen leider vorübergehend pausieren mussten. Doch um die Suche nach passenden Stammzellspender:innen für Blutkrebspatienten weltweit gerade jetzt aktiv fortzusetzen, haben wir unsere Registrierungsangebote sehr schnell um hybride und digitale Formate erweitert.“ Mithilfe dieser neuen Veranstaltungsformen sei die DKMS auch während der Pandemie in der Lage gewesen, Registrierungen weiterhin unkompliziert und sicher zu ermöglichen, so Neujahr. „Mit neuen Formaten wie unserer digitalen Schulstunde möchten wir Schülerinnen und Schüler umfassend über das Thema Blutkrebs informieren – und Schulen damit einen echten Mehrwert für ihre Unterrichtsgestaltung bieten. Denn der Einsatz von jungen Menschen ist ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den Blutkrebs.“

Dass soziales Engagement und Lernen gut miteinander harmonieren, beweist die DKMS mit ihrem Schulprojekt seit mehr als 15 Jahren. Das Angebot mit dem Motto „Dein Typ ist gefragt“ richtet sich an Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildende Schulen in Deutschland. Die DKMS stellt ihnen innovativ aufbereitete, kostenlose Unterrichtspakete zur Verfügung. Die Schulmaterialien der DKMS lassen sich digital und im Präsenzunterricht nutzen und bieten sich für den Biologieunterricht sowie die Fächer Deutsch, Ethik, Religion und Sozialwissenschaften an. Am Ende jeder Schulaktion haben interessierte junge Menschen ab 17 Jahren die Möglichkeit, sich als potenzielle Stammzellspender:innen registrieren zu lassen. Der dazu notwendige Wangenabstrich kann eigenständig und unkompliziert zu Hause durchgeführt werden. Dieser Einsatz ist weiterhin dringend nötig: Alle zwölf Minuten erhält allein in Deutschland ein Mensch die Schockdiagnose Blutkrebs. Für viele Blutkrebspatient:innen ist eine Stammzelltransplantation die einzige Überlebenschance. Weitere Schulaktionen und zusätzliche junge Spender:innen können diesen Menschen Hoffnung schenken!

Alles Wissenswerte zum DKMS Schulprojekt erfahren Sie hier: dkms.de/schulen

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