Alles über die Registrierung als Spender:innen

Über 11,5 Millionen Menschen sind weltweit bei der DKMS als potenzielle Spender:innen registriert. Davon allein mehr als 7 Millionen in Deutschland.

Eine Registrierung als potenzielle:r Stammzellspender:in ist ganz einfach über www.dkms.de möglich.

Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Registrierung Stammzellen für eine Patientin oder einen Patienten zu spenden, liegt bei etwa einem Prozent.

Aus medizinischen Gründen werden besonders häufig junge Männer für eine Spende angefragt.

Wer darf sich als potenzielle:r Spender:in registrieren?

Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzielle:r Stammzellspender:in registrieren. 17-Jährige dürfen zwar noch keine Stammzellen spenden, werden aber ab dem 18. Geburtstag automatisch in unserer Datei aktiviert und bei der Suche nach Spender:innen berücksichtigt. Die Registrierung als Stammzellspender:in bei der DKMS ist ausschließlich für Personen mit festem Wohnsitz in Deutschland möglich.

Einige chronische Erkrankungen führen allerdings zum Ausschluss. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Wie funktioniert die Registrierung?

Über ein Online-Formular auf www.dkms.de kann jede und jeder Interessierte das Registrierungsset ganz einfach anfordern. Anschließend nimmt man mit den beigefügten Wattestäbchen jeweils einen Abstrich der Wangenschleimhaut vor und schickt die Stäbchen samt unterschriebener Einverständniserklärung an unser Labor, das DKMS Life Science Lab in Dresden. Nach der Registrierung werten wir die relevanten HLA-Merkmale (auch Gewebemerkmale genannt) im Labor aus und stellen anschließend das Ergebnis der Probe pseudonymisiert für die weltweite Spendersuche zur Verfügung.

Ebenso können sich interessierte Spender:innen auf einer öffentlichen Registrierungsaktion registrieren lassen. Organisiert werden die Aktionen für Blutkrebspatient:innen von Freunden und Angehörigen gemeinsam mit der DKMS. Diese Events sorgen regelmäßig für regionale oder bundesweite Aufmerksamkeit für das Thema Blutkrebs und Stammzellspende. Auch in Schulen, im Unternehmen oder im Sportverein sind Aktionen möglich.

Mit unserem neuen Format, den individualisierten „Online-Aktionen“, haben wir zudem ein digitales Veranstaltungsformat für suchende Patient:innen und ihre Initiativgruppen geschaffen, um auch während der Pandemie und darüber hinaus möglichst viele Menschen zur Registrierung als potenzielle Stammzellspender:innen zu motivieren. Dabei wird ein Registrierungslink mit Hintergrundinformationen in den eigenen sozialen Netzwerken mit möglichst vielen Menschen geteilt und medial verbreitet.

Warum ist es so wichtig, sich zu registrieren?

Für den Erfolg einer Stammzelltransplantation ist es vor allem elementar, dass die HLA-Merkmale (auch Gewebemerkmale) von Patient:in und Spender:in übereinstimmen. HLA-Merkmale sind Strukturen auf der Zelloberfläche. Sie signalisieren dem Körper, ob es sich um körpereigene oder fremde Zellen handelt. Je passender das „Match“, desto geringer das Risiko, dass es zu Abstoßungsreaktionen oder anderen gefährlichen Komplikationen kommt. Das Problem: Es sind rund 34.000 Varianten von HLA-Merkmalen bekannt, die in Millionen Kombinationen vorkommen können.

Die weltweite Suche nach einer passenden Spenderin oder einem passenden Spender wäre also quasi aussichtslos –   gäbe es nicht Spenderdateien wie die DKMS. Nur wer sich dort registriert, kann anschließend von den behandelnden Ärzt:innen als möglicher Lebensretter für eine bestimmte Patientin oder einen bestimmten Patienten gefunden werden.

Was passiert mit der Probe im Labor?

In unserem DKMS Life Science Lab kommen per Post die Proben aller DKMS-Spender:innen an, die sich weltweit per Wangenabstrich registriert haben. Das sind täglich bis zu 7000. Mit etwa 150 Mitarbeiter:innen untersuchen wir dort die Proben auf 22 HLA-Merkmale sowie eine Reihe weiterer Marker, etwa die Blutgruppe oder den CMV-Status. Dieser Vorgang ist die Typisierung.

Die HLA-Typisierung ist unerlässlich, um geeignete Stammzellspender:innen für Blutkrebspatient:innen zu identifizieren. Wir forschen beständig daran, weitere Faktoren zu identifizieren, die sich positiv auf den Erfolg einer Stammzelltransplantation auswirken könnten.

Müssen Spender:innen die Registrierungskosten selbst übernehmen?

Eine Registrierung als Stammzellspender:in beruht immer auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Ebenso freiwillig sollte es für jede neue Spenderin und jeden neuen Spender sein, die Kosten für ihre oder seine Registrierung zu übernehmen. Viele unserer Spender:innen tun dies bereits, und wir sind ihnen dafür sehr dankbar.

Jede Registrierung kostet die DKMS 40 Euro. Diese Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Grundsätzlich gilt: Wir freuen uns über jede Spende! Denn jeder Euro hilft uns, mehr zweite Lebenschancen zu ermöglichen.