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31. August 2021, News in Spender & Patienten

Abschied von Jerrid

28-Jähriger aus Obersulm verstarb an den Folgen seiner Blutkrebserkrankung

Er hat gekämpft und gehofft. Hat Rückschläge stets mit Fassung getragen und weiter positiv nach vorn geblickt. In jeder Situation hat er versucht, das Gute zu sehen; hat andere motiviert, zu helfen, während es ihm selbst schon ziemlich schlecht ging: Im Alter von nur 28 Jahren ist der Obersulmer Jerrid am vergangenen Sonntag „ohne Schmerzen eingeschlafen“, wie seine Schwester Sabrina schreibt.

Unser Superheld musste weiterziehen und wohnt jetzt dort, wo Engel auf uns aufpassen“, heißt es auf dem Instagramkanal der Familie. Der DRK-Rettungssanitäter und Medizintechnik-Student hatte im Frühjahr 2020 die Diagnose Blutkrebs erhalten. Eine Stammzellspende war seine einzige Chance auf Überleben. Für ihn und seine Familie war es der zweite Tiefschlag innerhalb kürzester Zeit: Gut ein Jahr zuvor war Jerrids Schwager, der Mann seiner Schwester und Vater seiner beiden kleinen Nichten, im Alter von nur 34 Jahren an einem Hirntumor gestorben.

Doch Jerrid sagte dem Krebs den Kampf an und ertrug Chemotherapien und Bestrahlungen mit Gelassenheit, Optimismus und Lebensfreude. Im Sommer kam die erlösende Nachricht: Ein Stammzellspender war gefunden worden! Doch der anschließende Weg war steinig.

Im Frühjahr 2021 kehrte die Leukämie zurück. Wieder war die Stammzellspende die einzige Option. Doch leider erholte sich Jerrid nur schlecht von dem Eingriff. Mehrere Organe waren durch die Therapien stark angegriffen. Zwischenzeitlich musste er sogar ins künstliche Koma gelegt werden.

Am Sonntag sei Jerrid „friedlich und mit seinem breiten Grinsen“ eingeschlafen, sagte seine Schwester der DKMS.

Meinen Kindern musste ich sagen, dass Jerrid nun bei Papa oben ankommt und sie dort die Fahrradtouren und Wanderungen unternehmen werden, die ihnen auf Erden nicht vergönnt waren“, schreibt Sabrina weiter auf Instagram. Und sieht dennoch, genau wie ihr Bruder Jerrid, das Gute in den letzten, für alle Beteiligten so Kräfte zehrenden Monaten: „Wir haben so viel zusammen geschafft! Neue potenzielle Stammzellspender gibt es, neue Blutspender und auch alte Hasen konnten wir animieren. Vielleicht war das einfach unsere Aufgabe. Bitte bleibt dabei! Motiviert andere zum Blutspenden und sich auch als Stammzellspender registrieren zu lassen. Nur durch seine genetischen Zwillinge durften wir mit Jerrid noch über ein Jahr verbringen, in dem viele Tränen sowohl aus Freude als auch aus Leid geflossen sind, aber auch ganz viel Liebe war im Spiel.

Der unermüdliche Einsatz von Jerrid und seiner Familie hat tatsächlich schon Erfolg gezeigt: Ein:e Spender:in aus seiner DKMS Registrierungsaktion hat bereits einem anderen Menschen durch eine Stammzellspende eine zweite Lebenschance geschenkt.

3800 Personen verfolgten zuletzt Jerrids Geschichte bei Instagram. Sie sendeten noch im August unzählige Bilder von brennenden Kerzen als Zeichen der Hoffnung für Jerrid digital um die Welt. Leider hat der lebenslustige, hilfsbereite junge Mann es nicht geschafft. Anstelle einer Trauerfeier plant die Familie laut seiner Schwester Sabrina für Jerrid eine „Party, auf der gelacht und an ihn gedacht wird“.
Jerrids fröhliches „Palim, palim“, mit dem er stets Video- und Textbotschaften auf seinen Social-Media-Kanälen einleitete, wird nicht nur der Familie sehr fehlen.

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