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31. Juli 2020, News in Partner & Netzwerk

Doppeltes Glück für Wackenfans

Erst Tickets gewonnen, dann Lebenschance geschenkt

Florian Schäfer aus Weibersbrunn hatte sich 2019 auf dem weltweit größten Heavy-Metal-Festival, dem Wacken Open Air (W:O:A), als Spender in die DKMS aufnehmen lassen. Kürzlich spendete er Stammzellspenden und ist damit der 45. Metalfan aus der Kooperation zwischen der DKMS und dem W:O:A, der so eine Lebenschance schenken konnte. Maßgeblich daran beteiligt war seine Freundin Nina. „Sie ist mit mir extra zum DKMS-Stand auf dem Festivalgelände gegangen, damit ich mich endlich registrieren lasse“, sagt er. Die junge Frau hatte zuvor zwei der heißbegehrten Tickets bei einem Gewinnspiel von Radio BOB gewonnen.

Seit 2014 ist die DKMS mit einem Registrierungsstand auf dem W:O:A im schleswig-holsteinischen Wacken vertreten. Gemeinsam mit den Veranstaltern – allen voran Thomas Jensen und Holger Hübner – sowie Künstlern und Metalfans wurde seither viel im Kampf gegen Blutkrebs bewirkt. So haben sich bislang 10.000 Menschen im Zuge der Kooperation in die DKMS aufnehmen lassen, darunter auch Florian Schäfer aus Weibersbrunn in Bayern. „Die Neuaufnahme war unkompliziert und die Atmosphäre entspannt. Insgesamt ist die Metalszene sehr solidarisch und ich finde es großartig, dass das Wackenteam die Aktion so unterstützt“, sagt der 23-jährige Elektriker.

Dass er 2019 erstmals überhaupt auf dem „heiligen Acker“ von Wacken sein konnte, verdankt er glücklichen Händchen von Nina Fleckenstein, die kurz zuvor erfolgreich an einem Gewinnspiel von Radio BOB teilgenommen hatte. „Ich bin schon länger registriert, das habe ich ganz einfach online gemacht. Weil ich wusste, dass es auf dem Festival einen DKMS-Stand gibt, sind wir einfach mal dorthin gegangen“, erzählt die 22-Jährige. „Ich bin im Nachhinein umso glücklicher, dass wir das gemacht haben und bin richtig stolz auf Florians Einsatz.“

Jede Typisierung ist mittlerweile über einen Abstrich der Wangenschleimhaut des Spenders möglich. Dabei wird mithilfe von drei sogenannten „Buccal Swabs“ (spezielle medizinische Wattestäbchen) ein Wangenschleimhautabstrich vorgenommen. Die DKMS registriert ihre Spender bereits seit Oktober 2017 ausschließlich auf diesem Weg, um Aufwand für den Spender und wertvolle Zeit bei der Typisierung zu sparen.

Dass Florian schon einige Monate später einem Patienten eine neue Chance auf Leben schenken würde, hätten beide zu diesem Zeitpunkt nicht für möglich gehalten.

Ich war natürlich überrascht, als ich erfahren habe, dass ich als Spender in Frage komme – aber es war sofort klar, dass ich es machen werde“, sagt Florian. Unterstützt wurde es dabei von Familie, Freunden, dem Arbeitgeber und natürlich von Nina. „Ohne sie wäre ich vielleicht jetzt noch nicht registriert. Was wäre dann mit dem Patienten oder der Patientin? Man macht sich natürlich Gedanken, für wen das Transplantat bestimmt ist. Ich bin daher doppelt froh, dass wir vergangenes Jahr auf Wacken waren. Ich habe rund um die Spende nur Positives aus meinem Umfeld erfahren, das ist wirklich toll.“

Es folgten zunächst Voruntersuchungen sowie ein umfassender medizinischer Check, die eigentliche Stammzellspende fand im Juli 2020 in Köln statt. Diese erfolgte mit der so genannten peripheren Stammzellentnahme, einem Verfahren, das in 80 Prozent der Fälle angewendet wird. Dabei werden die benötigten Stammzellen der Blutbahn ambulant entnommen. Um das Blut zusätzlich mit Stammzellen anzureichern, wird dem Spender zuvor über fünf Tage hinweg ein Wachstumsfaktor verabreicht.

„Es hat alles gut geklappt, in der Vorbereitung hatte ich etwas Beschwerden, die danach aber weg waren. Die Spende war für mich etwas Selbstverständliches, und ich würde es jederzeit wieder machen, wenn meine Hilfe gebraucht wird“, sagt Florian. „Nach der Spende haben wir erfahren, dass es sich um eine Frau aus den USA handelt. Irgendwann würde ich sie gerne kennenlernen und hoffe sehr, dass sie es schafft.“

Zusammen mit Nina ist es ihm ein Anliegen, den Registrierungsaufruf des W:O:A zu unterstützen: „Macht mit, lasst Euch registrieren und spendet vielleicht auch schon bald – es ist eine super Aktion.“

Blutkrebs kennt keine Coronapause

Auch in Zeiten von Corona benötigen Blutkrebspatient:innen dringend Hilfe. Weiterhin ermöglicht die DKMS im Durchschnitt mehr als 20 Stammzellentnahmen täglich. Seit März 2020 führt die DKMS wegen der Pandemie keine öffentlichen Registrierungsaktionen mehr durch und wird auch bis auf Weiteres daran festhalten, um die Gesundheit aller Menschen bestmöglich zu schützen. Dieser Veranstaltungsstopp hat zwangsläufig zu einem starken Rückgang bei Neuregistrierungen geführt. Doch mit neuen Angeboten für die Onlineregistrierung ermöglicht die Spenderdatei zeitgemäße und sichere Wege, um sich zu registrieren und auch andere Menschen zu motivieren, potenzielle Stammzellspender:innen zu werden.

So funktioniert die Registrierung

Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren mit festem Wohnsitz in Deutschland als Stammzellspender in die DKMS aufnehmen lassen, aktuell allerdings ausschließlich online. Dabei liegen der DKMS vor allem junge Menschen ab 17 Jahren am Herzen: Sie sind in der Regel gesund und kommen aus medizinischen Gründen besonders häufig für eine Spende in Frage. Außerdem bleiben sie der Datei viele Jahre als potenzielle Stammzellspender:innen erhalten.

Für das Wacken Open Air gibt es dazu eine eigene Online-Registrierungsaktion – alle Metalfans und andere hilfsbereite Menschen, die im Kampf gegen Blutkrebs aktiv werden wollen, sind eingeladen, sich dort ein Registrierungsset für zuhause anzufordern: www.dkms.de/de/wacken

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