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22. April 2019, News in Partner & Netzwerk

Im DKMS-Talk: Moderatorin Eva Imhof

„Das Tolle an der DKMS ist der Gedanke, dass man Leben retten kann.“

Eva Imhof ist nicht nur seit Jahren als potenzielle Stammzellspenderin in der DKMS registriert, sondern setzt sich auch aktiv dafür ein, dass sich möglichst viele weitere Menschen in die Datei aufnehmen lassen. Im folgenden Interview erinnert sie sich an die Registrierungsaktion „Ohne Papa geht es nicht“, für die sie 2017 die Schirmherrschaft übernommen hatte. Erkrankt war damals der Familienvater Simon aus Berlin, der leider 2018 verstarb. Mit Simons Witwe Ines steht sie bis heute in Kontakt.

Mit viel Engagement ist RTL-Moderatorin und Influencerin Eva Imhof für die gemeinnützige DKMS im Einsatz. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter weist sie beispielsweise auf Instagram immer wieder auf die Möglichkeiten hin, den Kampf gegen Blutkrebs aktiv zu unterstützen. Wichtig ist ihr, möglichst viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren und zur Stammzellspende zu motivieren. Kürzlich hat Eva Imhof das DKMS-Büro in Köln besucht und dem Redaktionsteam erzählt, warum es ihr so wichtig ist, sich für andere Menschen einzusetzen.

Liebe Eva, warum ist es Dir eine Herzensangelegenheit, die DKMS zu unterstützen?

Das Tolle an der DKMS ist der Gedanke, dass man Leben retten und dazu beitragen kann, dass andere Menschen weiterleben. Ich finde den Gedanken, so zum Lebensretter werden zu können, wundervoll. Deshalb unterstütze ich die DKMS.

2017 hast Du die Schirmherrschaft für eine Registrierungsaktion übernommen. Der Familienvater Simon war an einem Multiplen Myelom erkrankt und auf eine Stammzellspende angewiesen. Daraufhin startete Simons Familie gemeinsam mit der DKMS unter dem Motto „Ohne Papa geht es nicht“ einen bundesweiten Hilfsaufruf. Allein im Zuge der Registrierungsaktion am 23. April 2017 ließen sich in Berlin 1.200 Menschen in die Spenderdatei aufnehmen. Wie hast Du die Aktion damals erlebt?

Es war unglaublich, diesen Spirit und diese positive Energie der Aktion für Simon mitzuerleben. Da waren so viele Menschen, die einfach etwas Gutes tun wollten und diese Bereitschaft gezeigt haben, anderen zu helfen. Das finde ich wichtig in unserer heutigen Zeit. Denn wir leben in einer Gesellschaft, in der man teilweise das Gefühl hat, dass Ellbogenmentalität herrscht und jeder nur an sich denkt. Mir ist es ein Anliegen, dass man da ein Gegenzeichen setzt.

Neun Menschen, die sich auf der Aktion für Simon registriert haben, konnten bislang Stammzellen spenden – das bedeutet neun Chancen auf Leben. Was hast Du gedacht, als Dich die Nachricht erreicht hat?

Mein Herz hat gehüpft, als ich erfahren habe, dass dank der Aktion schon neun Menschen gefunden wurden, die Stammzellen spenden konnten. Ich dachte, das gibt es ja nicht! Da können neun Menschen weiterleben, die sonst gestorben wären. Für mich ist diese Vorstellung so ergreifend, das ist einfach toll. Und deshalb sollte jeder mitmachen und die DKMS unterstützen.

Dein Mann Peter Imhof hatte gemeinsam mit Dir die Schirmherrschaft der Aktion für Simon übernommen. Ist Dir damals auch durch den Kopf gegangen, wie schnell es gehen kann, dass jemand in der Familie plötzlich erkrankt?

„Ich denke jeden Tag daran. Man weiß ja nie, was die nächste Stunde der nächste Tag bringt. Das ist wirklich krass. Ich lebe in diesem Bewusstsein und bin sehr dankbar für meine Familie und dass sie gesund ist. Doch man sieht eben an Fällen wie Ines und Simon, wie schnell sich das Leben radikal ändern kann, das ist zum einen erschreckend. Zum anderen denke ich aber auch, dass man dann eben auch versucht, aus jedem Tag das Beste zu machen und man immer schauen muss, dass man sich auf die schönen Dinge konzentriert. Wir neigen in unserer Gesellschaft auch dazu, wegen irgendwelcher Lappalien rum zu jammern. Ich finde, wenn man sich solche Schicksale vor Augen führt, wird sehr viel geradegerückt – auch im eigenen Kopf – und man besinnt sich wieder auf das wirklich Wichtige.

Trotz aller Bemühungen konnte für Simon kein geeigneter Spender gefunden werden, und er verstarb 2018. Den gemeinsamen Kampf gegen den Krebs schildert seine Witwe Ines in ihrem Buch „Rock den Himmel, mein Held“. Bei der Buchpräsentation im Januar 2019 warst Du auch dabei, denn ihr seid nach wie vor eng verbunden. Bewunderst Du Ines für ihren Mut, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen?

Ines ist eine bewundernswerte, unglaublich starke Frau. Sie gibt ganz vielen Menschen Mut und Hoffnung – denn es ist so wichtig, dass man über solche Themen spricht. Wichtig ist auch, dass sie ihren Blog weiterführt und zeigt, wie jetzt das Leben nach Simons Tod weitergeht. Ich finde, das ist ein bedeutender Teil und Beitrag für unsere Gesellschaft, den sie damit leistet. Für mich sie hat sie eine absolute Vorbildfunktion.

Diese Meinung teilen offenbar viele Menschen und lesen ihr Buch. Auf der Spiegel-Bestsellerliste kam es sogar bis auf Platz 4. Wie war Deine Reaktion, als du davon erfahren hast?

Mir kamen spontan die Tränen, weil ich mich so für Ines gefreut habe. Das war so eine schlimme Zeit, die sie mit Simon durchmachen musste. Und ich glaube, dass er von oben vom Himmel herunterschaut und sieht, was er für ein Vermächtnis hinterlassen hat. Ich habe gedacht, ich sehe ich nicht richtig‘, als es in der Spiegelbestsellerliste aufgetaucht ist. Es freut mich einfach von ganzem Herzen.

Dir ist es wichtig, möglichst viele Menschen zu motivieren, den Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen. Wie lautet Dein Aufruf, Dein Appell?

Die eine Möglichkeit ist die Registrierung als Stammzellspender. Dafür auf dkms.de gehen und sich dort das Registrierungsset nach Hause bestellen – und dann, ganz einfach: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein. Wichtig ist, das Set nicht auf dem Schreibtisch liegen bleibt oder ‚verbaselt‘ wird, sondern es auch wieder zur Auswertung an die DKMS zurückzuschicken. Die andere Möglichkeit ist, Geld spenden. Auch damit kann man Gutes tun und den Kampf gegen Blutkrebs unterstützen.

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