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22. Dezember 2020, News in Partner & Netzwerk

Henning Krautmacher über Patientenhilfe in Coronazeiten

Höhner-Frontmann im weihnachtlichen DKMS-Talk

Hilfe für Blutkrebspatient:innen – für Henning Krautmacher ist das eine Herzensangelegenheit. Seit mehr als 21 Jahren unterstützt der Höhner-Frontmann die Arbeit der gemeinnützigen Organisation. Das DKMS-Redaktionsteam hat mit ihm im DKMS-Talk darüber gesprochen, warum es gerade aktuell so wichtig ist, auf die lebenswichtige Arbeit im Kampf gegen Blutkrebs aufmerksam zu machen.

Für Henning Krautmacher ist es eine Selbstverständlichkeit, sich für andere einzusetzen. Besonders in Zeiten von Corona macht er sich Gedanken darüber, wie die Situation für an Blutkrebs erkrankte Patientinnen und Patienten ist und wie ihnen auch jetzt geholfen werden kann. Was ihn sehr freut: Ungeachtet geschlossener Grenzen, gestrichener Flugverbindungen und verschobener Vor-Ort-Registrierungsaktionen hat die DKMS ihre lebenswichtige Arbeit fortgeführt und weltweit 6.843 Stammzellspenden vermittelt.

Lieber Henning, ganz herzlichen Dank, dass Du Dir Zeit für das Interview nimmst. Wie hast Du in diesem Jahr die Vorweihnachtszeit erlebt?

Hinter uns liegt ein ganz besonderes Jahr, an welches ich mich sicherlich ein Leben lang erinnern werde. Die Krise hat uns alle nachhaltig getroffen. Gesellschaftlich und jeden ganz persönlich. Ich habe die Vorweihnachtszeit sehr bewusst erlebt und gemerkt, dass es gerade jetzt für Menschen wichtig ist, Hoffnung geschenkt zu bekommen und das Gefühl zu haben, nicht alleine zu sein. Und das ist genau das Dilemma: Denn nach wie vor befinden wir uns in der Pandemie. Ich kann daher an alle nur appellieren: Lasst uns weiter an einem Strang ziehen und bleibt „ze Hus“. Dann können wir hoffentlich im nächsten Jahr wieder wie gewohnt Weihnachten feiern.

Warum ist es Dir eine Herzensangelegenheit, auch in der Pandemie auf die Arbeit der DKMS hinzuweisen?

Es ist ganz einfach: Blutkrebs kennt keine Coronapause. Auch jetzt erhalten Menschen weltweit diese Schockdiagnose. Prominente haben eine Stimme in der Öffentlichkeit, und ich sehe es als meine Aufgabe, diese für etwas Sinnvolles zu nutzen und mich für soziale Belange einzusetzen. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, deutlich zu machen: Es gibt schwerkranke Menschen, die genau jetzt unsere Hilfe benötigen. Wir dürfen sie nicht vergessen und sollten ganz im Gegenteil signalisieren: Wir sind für Euch da.

Die Corona-Pandemie hat die DKMS vor eine der größten Herausforderungen in ihrer fast 30-jährigen Geschichte gestellt. Wie schätzt Du die Situation ein?

Zunächst einmal ein großes Lob an Euch: Ihr gebt wirklich alles, um den Erkrankten zu helfen. Ihr habt frühzeitig die Vor-Ort-Aktionen in den Onlinebereich verlegt und sprecht seither mögliche neue Spenderinnen und Spender über digitale Wege an. Das ist zeitgemäß und vor allem sicher. Und es zeigt sich, dass sich diese Anstrengungen auszahlen. Rund 400.000 Menschen haben sich im „Corona-Jahr 2020“ bei der DKMS in Deutschland registriert.

Aber: Dies sind rund ein Drittel weniger als im Vorjahr. Das darf man nicht vergessen und es bedeutet, dass wir gemeinsam noch viel stärker auf die Registrierung hinweisen müssen. Denn es darf nicht zu Lasten der Patientinnen und Patienten gehen.

Wirklich bemerkenswert finde ich, dass ihr es in diesem Jahr trotz aller Widrigkeiten und Herausforderungen geschafft habt, weltweit mehr als 6.800 Stammzellspenden zu vermitteln. Das sind 6.800 Chancen auf Leben.

Wie können Menschen auch jetzt konkret helfen?

Eigentlich genau wie sonst auch – mit einer Registrierung. Das funktioniert online und vor allem unter Einhaltung aller Sicherheitsvorkehrungen. Einfach auf www.dkms.de klicken und dort ein Set für einen Wangenabstrich anfordern. Diesen kann man zu Hause selbst durchführen und das Set anschließend kostenfrei an die DKMS zurückschicken. Also: Bitte alle mitmachen.

Aktuell rufen wir beispielsweise für die kleine Paulina auf. Sie leidet an einer unheilbaren Stoffwechselkrankheit. Um zu überleben, braucht sie schnell eine Stammzellspende. Bitte helfen Sie!

Lass uns ein bisschen in der Vergangenheit schwelgen. Auch in der Weihnachtszeit warst Du für uns im Einsatz. Was war damals das Besondere dabei?

Das war eine sehr schöne Aktion, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere. Ich habe damals Spenderinnen und Spender am 6. Dezember in Köln während der Stammzellentnahme besucht. Ich war als Nikolaus verkleidet und hatte kleine Geschenke dabei. Das Ganze war eine Überraschung und ist super angekommen. Dieser persönliche Kontakt war toll und fehlt mir aktuell natürlich sehr.

Zum Schluss noch eine sehr persönliche Frage: Corona, Pandemie und Kontaktbeschränkungen zum Trotz: Gibt es etwas, auf das Du Dich an Weihnachten auch in diesem denkwürdigen Jahr freust?

Mein Weihnachtswunsch lässt sich nur auf Kölsch ausdrücken: Nie mieh Pandemie! Und ich freue mich auf den Tag, an dem wir weltweit zu der Erkenntnis gelangen, dass wir die Krise überstanden haben und das Leben weitergeht.

Lieber Henning, herzlichen Dank und frohe Weihnachten!

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