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10. Oktober 2017, News in Partner & Netzwerk

Auf dem Tandem um die Welt

Ein Jahr, vier Kontinente und 20.000 Kilometer

Die Welt bereisen, Abenteuer erleben, Zeit zu zweit genießen, Gutes tun. Wünsche, die wahrscheinlich jeder von uns kennt. Alex und Dana haben sie in die Tat umgesetzt. Sie fahren mit einem Tandem um die Welt, ein Jahr lang. Von Deutschland aus über die Alpen, die Adriaküste entlang nach Süden, dann nach Asien, durch Australien und Neuseeland und über die USA wieder zurück nach Deutschland. Ein Jahr, vier Kontinente und mehr als 20.000 Kilometer auf dem Fahrrad.

Und so ganz nebenbei sammeln sie auch noch für die gute Sache. Für jeden gefahrenen Kilometer soll der DKMS ein Euro zugutekommen. „Diese Reise war unser persönlicher Traum. Wenn wir damit anderen obendrein noch helfen können, ist das eine Zugabe, die wir sehr gerne tatkräftig unterstützen. Wir haben uns früher schon als Stammzellspender registrieren lassen und auch im persönlichen Umfeld erlebt, dass jemand an Blutkrebs erkrankte. Wir wissen, wie wichtig diese Sache ist und möchten dabei helfen, möglichst viele Spenden für den Kampf gegen Blutkrebs zu sammeln.“

Aber der Reihe nach: Im Urlaub in den Alpen, während eines Spaziergangs durch einen kleinen Ort im italienischen Vinschgau, kamen Alex und Dana an einem Wegweiser für einen Radweg vorbei. Es ist die Via Claudia Augusta, ein alter Römerweg, der von Deutschland über die Alpen bis zum Gardasee oder weiter nach Venedig führt. „Das will ich mal machen. Einfach einen Rucksack packen und losfahren!“, sagte Alex zu seiner Freundin. Die antwortete: „Warum dann nicht gleich zusammen auf einem Tandem?“ „Ja, warum eigentlich nicht?“

So wurde die erste Tour auf einem Tandem als Alpencross durchgezogen und nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Technik und heftigem Muskelkater überwog die Freude an dieser Art zu reisen. Und dann, auf der Südseite der Alpen sagte Dana auf einmal zu Alex: „Das macht so viel Spaß, lass uns doch mit dem Tandem auf Weltreise gehen. Anschließend bekommen wir ein Kind und einen Hund.“ Alex lachte, streckte seine Hand nach hinten und schlug ein. Die Reise war besiegelt.

Damit das Vorhaben auch möglichst konkret wurde, wurde im Sommer des vergangenen Jahres der 07. August 2017 als Starttermin festgelegt. „Der Tag an sich hat gar keine besondere Bedeutung. Uns war es aber wichtig, einen fixen Starttermin zu haben.“ Alex und Dana wollten Fakten schaffen, denn „wenn man nicht konkret wird, bleibt es ein Traum. Und wir wollten ja, das unser Traum Realität wird.“

Wieder zuhause angekommen merkten die Beiden jedoch schnell, dass die Vorstellung einer solchen Reise zwar verlockend und romantisch ist, die Umsetzung aber zunächst mit all dem nichts zu tun hat. Alex lacht, wenn er daran zurück denkt. „Alles was wir bis dahin hatten, war eine Idee und eine riesige Liste von offenen Fragen und Dingen, die wir noch organisieren mussten. Wir hatten noch kein geeignetes Tandem und keinen Anhänger. Uns fehlte Werkzeug und die passende Kleidung. Wir hatten uns noch keine Route überlegt und erst recht keine Schutzimpfungen für alle angedachten Länder. Und schlussendlich brauchten wir ja auch ausreichend Geld für eine so weite und lange Reise.“

Die organisatorischen Fragen waren aber nur das eine Problem. Viel schwieriger war es, den eigenen Eltern zu erklären, warum man sein bestehendes Arbeitsverhältnis aufgibt, um mal eben so für ein Jahr auf Weltreise zu gehen, mit dem Fahrrad. Dana hatte einen guten Job im Büroteam einer Bäckerei und Alex war sogar Beamter im Öffentlichen Dienst. „Das war wirklich nicht einfach“, schildert uns Alex die Situation. „Wir haben mit dieser Entscheidung ja alles aufgegeben, was im bürgerlichen Sinne Sicherheit bedeutet. Hinzu kommt die Gewissheit, dass man sich ein ganzes Jahr lang nicht sehen wird und natürlich die Sorge der Eltern um unsere leibliche Sicherheit.“ Je näher der geplante Start der Reise kam, desto mehr wich die grundsätzliche Kritik am Vorhaben einer starken, emotionalen Anspannung „und das war natürlich auch für uns eine emotionale Belastung.“ Letzten Endes erkannten aber auch die jeweiligen Eltern, mit welcher Konsequenz und Freude Alex und Dana ihre Reise vorantrieben und akzeptierten die Entscheidung.

Wie geplant und pünktlich erfolgte der Start zur Reise um die Welt am 07. August um neun Uhr morgens bei allerschönstem Reisewetter. Mit Dana als „Stoker“ auf dem hinteren Platz des Tandems und Alex als „Pilot“ vorne ging es auf dem Mainradweg nach Süden.

Die ersten Tage der Reise verliefen aber nicht nur aufgrund des Wetters sehr angenehm. Weil im Vorfeld schon die ein oder andere Zeitung und so mancher Radiosender über die Aktion berichtet hatte, erfreuten sich Alex und Dana einiger winkender Menschen am Wegesrand und einer großen Spendenbereitschaft für den Kampf gegen Blutkrebs und die DKMS. Nach etwa anderthalb Monaten sind schon fast 9000 € an Spenden zusammengekommen.

Über Österreich, die Schweiz, Italien und Slowenien sind Alex und Dana mittlerweile in Griechenland angelangt und genießen den Spätsommer am Mittelmeer. Wir werden die beiden weiter begleiten, bei ihrer Reise um die Welt. Wenn sie ihrem Motto folgen: „Abenteuer beginnen, wo Pläne enden.

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