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1. September 2021, News in Spender & Patienten

Vom Spender zum betroffenen Familienvater

Vater von Tess kämpft heute für seine kleine Tochter

Vor fünf Jahren spendete Carsten Krüger Stammzellen an eine Leukämiepatientin – nun ist seine Tochter Tess (1) selbst an Blutkrebs erkrankt und auf eine Stammzellspende angewiesen.

Es ist Weihnachten 2020, als Carsten Krüger und seine Frau Anne die ersten Anzeichen bemerken: „Tess hat einen dicken Bauch bekommen, war sonst aber eigentlich normal von den Proportionen. Doch als sie anfing nicht mehr laufen zu wollen und viele blaue Flecken bekam, haben wir angefangen uns Sorgen zu machen“. Nachdem sie eine befreundete Kinderärztin mit den Symptomen ihrer einjährigen Tochter konfrontieren, schickt diese sie sofort weiter in die Notaufnahme. Die Diagnose: Akute Lymphatische Leukämie.

Für den Magdeburger und seine Familie bricht eine Welt zusammen: „Die ersten Tage haben wir wirklich gezittert, man setzt sich dann ganz intensiv mit dieser Diagnose auseinander“. Für Carsten ist es nicht der erste Kontakt mit Blutkrebs. Nur zwei Jahre nach seiner Registrierung im Jahr 2014 bekommt der studierte Journalist einen Anruf der DKMS: Er kann Lebensretter werden!

Also geht es damals mitten in den Hochzeitsvorbereitungen von Carsten und Anne, auf nach Berlin ins Krankenhaus zu weiteren Voruntersuchungen. Als die Ärzte grünes Licht geben und Carsten mit dem vorbereitenden Spritzen der Hormone beginnt, liegt die Hochzeitsfeier erst wenige Tage zurück – eine aufregende und zugleich besonders schöne Phase seines Lebens.

Die Vorfreude, die Carsten schon vorher erlebte war jedoch nichts gegen seine Gefühle, nachdem er die Spende hinter sich gebracht hatte: „Nach der Entnahme war es ein absolutes Glücksgefühl! Man gibt einem anderen Menschen die Chance, nur durch diesen kleinen Eingriff jetzt weiterzuleben!“ In seinem Umfeld erfährt der 34-jährige viel Zuspruch für seine Aktion und kann einige Familienmitglieder zur Registrierung bei der DKMS bewegen.

Schon kurz nach der Spende erfährt Carsten das Ziel seiner Stammzellen: Die Empfängerin ist eine junge Frau aus Russland. Als nach zwei Jahren die Kontaktsperre aufgehoben wird, findet Carsten eine bewegende E-Mail in seinem Postfach – sie ist von Elena, der Frau, der er durch seine Stammzellspende eine zweite Chance auf Leben gegeben hat! Mithilfe von Elenas Cousine, die als Übersetzerin tätig ist, schreiben die beiden sich regelmäßig Nachrichten und erfahren immer mehr übereinander. Elena lebt in St. Petersburg, hat zwei Kinder und konnte nach Carstens Stammzellspende wieder vollkommen genesen. Tolle Nachrichten, die die beiden in ihrem Wunsch bestärken sich irgendwann auch einmal persönlich zu treffen.

Auch heute, da der Alltag von Carstens kleiner Familie durch Tess Krankheit bestimmt ist, stehen die beiden per WhatsApp in Kontakt. Die Pandemie macht den Umgang mit der Krebserkrankung der Tochter nicht leichter: Anne und Carsten dürfen ihre Tochter nie gleichzeitig im Krankenhaus besuchen. Also steht Schichtbetrieb an, ist Tess zur Chemotherapie stationär aufgenommen, ist immer jemand bei ihr. So oft wie möglich gehen sie ins Elternhaus des Uniklinikums, einem Ort, an dem sie gemeinsam mit Tess Zeit verbringen und den Krebs für kurze Zeit ausblenden können. Ihre Tochter meistert die Situation super: „Tess ist sehr fröhlich, sie versteht sich mit den Krankenschwestern, macht alles gut mit und gibt uns Eltern dadurch sehr viel Kraft“, erzählt Carsten.

Die Behandlung des kleinen Mädchens verläuft wechselhaft, die Nebenwirkungen der Chemotherapie sind stark und Rückschläge gehören dazu: „Unser größter Wunsch ist, dass Tess vollkommen gesund wird!

Doch seit einigen Tagen ist klar: Auch Tess benötigt eine Stammzelltransplantation! Sie ist nun darauf angewiesen, dass sich viele Menschen registrieren lassen und so für sie und weitere Patient:innen in Not ein passender Stammzellspender gefunden werden kann. Papa Carsten findet: „Wenn man die Möglichkeit hat zu helfen, sollte man es tun! Jeder gesunde Mensch sollte sich registrieren lassen. Ich hätte nie damit gerechnet, dass diese heimtückische Krankheit uns als Familie einmal selber treffen würde“.

Mehr Informationen zur Online-Aktion für Tess!

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