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7. April 2021, News in Medizin & Forschung

Weltgesundheitstag: „Es lohnt sich, für die Gesundheit zu kämpfen!“

Am 7. April ist Weltgesundheitstag, ausgerufen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Den Wert von Gesundheit kann man gar nicht hoch genug schätzen. Das wissen wohl diejenigen am besten, die unter größten Anstrengungen um sie kämpfen mussten. Zum Beispiel Nils Haarhues (40) und Sarah Stamm (27): Mithilfe einer Stammzelltransplantation haben sie den Blutkrebs überlebt und können wieder ein erfülltes Leben führen. Zum Weltgesundheitstag haben wir die beiden gefragt, was Gesundheit heute für sie bedeutet.

Als Kind hat sich Sarah Stamm immer gefragt, warum sich die Leute zum Geburtstag gegenseitig Gesundheit wünschen. Heute weiß sie: „Gesundheit ist das Fundament, auf dem alles andere aufbaut. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ich meinen Tag selbstbestimmt gestalten darf, ohne an Schläuche und piepende Geräte angeschlossen zu sein.“ Im Jahr 2019 erhielt Sarah die Diagnose Akute Myeloische Leukämie. Es war ein Schock, der ihr Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf stellte. „Wenn die Gesundheit plötzlich fehlt, steht das eigene, aber auch das Leben der engen Bezugspersonen still“, erinnert sie sich heute an diese schwere Zeit. „Alle anderen Dinge werden so unbedeutend und zweitrangig dadurch.“

Auch für Nils Haarhues, der 2013 an Leukämie erkrankte, ist die Gesundheit „eine der größten Gaben, die es gibt“. Das sei ihm heute viel bewusster als früher, sagt der 40-Jährige. Vor seiner Stammzelltransplantation, die jetzt acht Jahre zurückliegt, war seine Gesundheit für ihn eine Selbstverständlichkeit. „Ich stand sozusagen ‚voll im Saft‘ und habe mir darüber einfach keine großen Gedanken gemacht“, erinnert er sich. „Irgendwie fühlte ich mich damals unangreifbar und es war für mich klar, dass mein Körper funktioniert und alles problemlos mitmacht.“ Diese Situation änderte sich schlagartig, als Nils mit 33 Jahren die Diagnose Leukämie erhielt. „Plötzlich wurde mir so richtig bewusst, was für ein hohes Gut Gesundheit eigentlich ist. Es war sehr schwer und anstrengend, sich dieses Gut Schritt für Schritt zurückzuerobern. Dafür habe ich echt gekämpft, mehr als anderthalb Jahre lang.“

„Wir haben nur diesen einen Körper!“

Was ihn dabei mehr als alles andere motivierte, war seine große Leidenschaft: das Wacken-Festival. „Ich hatte ein Ticket für 2014 und sagte mir: Da will ich hin, und wenn sie mich auf einer Trage dahin transportieren!“ Die Ärzte glaubten nicht daran, dass ein Festival-Besuch – nur acht Monate nach der Transplantation – möglich sein könnte. Aber Nils ließ sich nicht davon abbringen. Mit Erfolg! „Jeder Schritt, den ich damals für meine Gesundheit hinter mich gebracht habe, war im Grunde auch ein Schritt nach Wacken“, sagt der Vater eines Sohnes. „Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen: Gesundheit ist wirklich wertvoll und es lohnt sich, für sie zu kämpfen!“

Für Sarah sind es vor allem die vielen kleinen Dinge, die ihr bewusst machen, was für ein „Wunderwerk“ ihr Körper ist. „Nach all den Strapazen ist mein Körper auf einem wirklichen guten Wege, sich zu erholen“, sagt sie glücklich. „Die letzten Tage habe ich viel daran denken müssen, wie schön es ist, dass ich jetzt wieder selbst Blumen einpflanzen darf.“ Noch vor einem Jahr wäre das nicht möglich gewesen, weil die Bakterien und Pilze ihr Immunsystem überfordert und deshalb eine ernste Gefahr dargestellt hätten. Die Gartenarbeit bereite ihr „eine so unendliche Freude“. Die junge Frau ist jetzt auf dem besten Wege, rundum gesund und krebsfrei zu werden. „Durch den Krebs bin ich auf jeden Fall noch dankbarer für meinen aktuellen Zustand geworden“, sagt sie nachdenklich. „Wir alle haben nur diesen einen Körper und mit diesem sollten wir sorgsam umgehen!“

Dank einer Stammzelltransplantation konnten sich Nils Haarhues und Sarah Stamm ihre Gesundheit Stück für Stück zurückerobern. Mit Ihrer Registrierung als Stammzellspender:in können Sie helfen, dass noch mehr Blutkrebspatient:innen eine zweite Chance auf ein gesundes Leben erhalten!

Mehr dazu erfahren Sie auf www.dkms.de.

 

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