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23. Mai 2022, News in Spender & Patienten

Zurück auf der Welle des Lebens

Segeln, durchatmen, die Weite genießen. Windsurfen ist Anjas große Leidenschaft – bis die Leukämie sie vom Surfbrett wirft.

Eine frische Brise, ein Brett unter den Füßen und die Wellen im Blick – für Anja gibt es nur wenig Besseres, als einen Tag auf dem Windsurfboard. Seitdem sie die Sportart 2017 bei einem Urlaub auf Mallorca kennengelernt hat, ist sie dafür Feuer und Flamme. Sie besucht Surf-Kurse, will immer besser werden und feilt an ihren Surf-Skills.

So auch Ende Mai 2020 am Ostsee-Strand in der Nähe von Rostock. Mit ihrem Verlobten und ihrer Mutter ist die 33-Jährige dorthin zum Surf-Kurs gekommen. „Damals wollte ich vor allem meine Balance auf dem Board verbessern“, erinnert sich Anja. „Ich habe mich schon tagelang auf den Ausflug ins Surfcamp gefreut.“ Doch im Vorfeld hat sich die junge Frau auf Arbeit schon öfter schwach und abgeschlagen gefühlt, zuhause kam sie kaum noch die Treppen hoch. Deshalb sucht sie ihren Hausarzt auf. „Der Surfkurs ist mir dann auch schon ziemlich schwergefallen. Im Auto rief dann vor der Rückfahrt mein Arzt an“, so die gebürtige Hamburgerin. Sie solle sofort ins nächste Krankenhaus. Dort trifft sie die Diagnose wie ein Schlag: Leukämie! „Ich war von dieser Nachricht total geschockt. Ich hatte nie zuvor daran gedacht, dass ich so etwas bekommen könnte“, so Anja.

Direkt wird sie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf aufgenommen. Mit der Diagnose Akute Myeloische Leukämie war klar: Eine Stammzelltransplantation war für sie die letzte Hoffnung aufs Überleben. „Ich wusste, dass ich zwar selbst die Herausforderung annehmen musste, aber auch von der Hilfe eines anderen Menschen abhängig bin.“ Doch die junge Frau ist zuversichtlich, dass sich ein:e geeignete:r Spender:in finden würde. Die kommenden Wochen laufen den Umständen entsprechend gut. „Die Chemotherapie habe ich gut vertragen, konnte mich auch während der Behandlung fit halten. Auf dem Ergometer habe ich sogar einmal 35 Kilometer geschafft, da waren auch die Ärzte beeindruckt.“

Eine hoffnungsvolle Nachricht

Nach den vielen Mühen und Herausforderungen klingelt am 21. Juli 2020 Anjas Telefon. Das Krankenhaus meldet sich wieder bei ihr – dieses Mal mit einer hoffnungsvollen Nachricht im Gepäck: Eine potenzielle Stammzellspenderin sei gefunden worden. „In diesem Moment konnte ich mein Glück kaum fassen. Nach dem Schock der Diagnose und den anstrengenden Wochen in der Chemotherapie war das eine unglaubliche Erleichterung“, erinnert sich Anja. „Das gab mir wieder neue Kraft und Zuversicht.“ Die nächsten Wochen vergehen wie im Flug. Nur etwa einen Monat später ist es so weit – Anja erhält die Stammzellspende. Den Tag der Transplantation feiert sie seitdem wie ihren zweiten Geburtstag. Für sie steht fest: Sobald die zweijährige Anonymitätsfrist im August 2022 abgelaufen ist, würde sie gerne ihre Lebensretterin kennenlernen.

Von ihr weiß sie nur, dass sie unter 30 Jahren alt ist und aus Deutschland kommt. „Ich bin ihr so dankbar, denn ohne sie wäre ich heute nicht hier. Ohne diesen wunderbaren Menschen wäre der Traum, wieder aufs Wasser zu gehen, schon längst vorüber.“ Mittlerweile geht es Anja nach der Behandlung wieder besser. Und trotz eines Rückschlags nach der Transplantation aufgrund eines Kaliummangels, durch den sie für kurze Zeit ins Koma fiel, ist sie heute zuversichtlich, dass sie in absehbarer Zeit wieder auf ihr geliebtes Windsurfboard steigen kann. Dafür liegt schon alles bereit: „Ein neues Brett hatte ich mir kurz vor dem Ausbruch der Leukämie gekauft“, sagt Anja. „Das wartet in der Garage nur darauf, endlich aufs Wasser zu kommen.“

Registriert euch – jetzt!

Zum diesjährigen World Blood Cancer Day berichtet Anja auf dem Mercedes-Benz Surf-Festival auf Fehmarn von ihren Erfahrungen – der Erkrankung, ihrer Zeit im Krankenhaus, aber auch von der Transplantation und der Hoffnung, die ihr ein fremder Mensch durch seine Stammzellspende gemacht hat. An alle Jüngeren und Gleichaltrigen hat die Hobby-Windsurferin nur eine Bitte: „Lasst euch am besten noch heute bei der DKMS registrieren und werdet so vielleicht zur Lebensretterin oder zum Lebensretter! Aufeinander achten und Teamgeist beweisen – das kennen wir auch vom Sport und es macht das Leben vieler Menschen so viel besser – so wie meines.“

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