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8. April 2021, Pressemitteilung in Medizin & Forschung

Fast eine Million Euro für die Blutkrebsforschung

DKMS Stiftung Leben Spenden fördert vier junge Wissenschaftler

Tübingen, 07.04. 2021 – Die DKMS Stiftung Leben Spenden hat vier Nachwuchswissenschaftler mit dem John Hansen Research Grant 2021 ausgezeichnet. Das Stipendium ist mit jeweils 240.000 Euro dotiert. Die Stiftung unterstützt damit vielversprechende internationale Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Blutstammzelltransplantation und Zelltherapie, die zum Ziel haben, die Überlebens- und Heilungschancen von Blutkrebspatient:innen nachhaltig zu verbessern.

John Hansen Research Grant_2021

Viele Blutkrebspatient:innen können nach einer Stammzelltransplantation schon bald wieder ein annähernd normales Leben führen. Doch noch sind bei Weitem nicht alle Transplantierten dauerhaft geheilt. Rückfälle und Komplikationen wie die Graft-versus-Host-Disease, bei der es nach der Transplantation zu lebensbedrohlichen Abstoßungsreaktionen kommen kann, stellen Mediziner:innen und Wissenschaftler:innen noch immer vor große Herausforderungen.

Die Forschung auf dem Gebiet der Blutkrebstherapie voranzutreiben, ist ungemein wichtig, denn nur so können wir den Kampf gegen diese lebensbedrohliche Erkrankung gewinnen“, sagt Professor Dr. Thomas Klingebiel, der Vorsitzende des Medizinischen Beirats der DKMS Stiftung Leben Spenden. Deshalb setzt sich die DKMS – über ihre originären Aufgaben als Stammzellspenderdatei hinaus – auch im medizinisch-wissenschaftlichen Bereich für bessere Transplantationsergebnisse und damit für mehr Lebenschancen von Patient:innen ein. Eine wichtige Säule ist dabei die Nachwuchsförderung: Jährlich vergibt die DKMS Stiftung Leben Spenden den DKMS John Hansen Research Grant an bis zu vier junge Wissenschaftler:innen, um den medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation und Zelltherapie, auch für die Zukunft, zu sichern.

Während in den vergangenen beiden Jahren ausschließlich Frauen ausgezeichnet wurden, sind es in diesem Jahr vier junge Männer, die sich mit ihren zukunftsweisenden Forschungsprojekten unter den Bewerber:innen durchsetzen konnten. Auf dem Bild sind von links nach rechts zu sehen:

Esteban Arrieta-Bolaños, PhD, Institut für experimentelle zelluläre Therapie des Universitätsklinikums Essen (Projekttitel: Die Entschlüsselung der HLA-DM-sensitiven T-Zell-Alloreaktivität gegen HLA-DP: Die Suche nach Neuem in der Leukämie-Immuntherapie).

Miguel Álvaro-Benito, PhD, Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin (Projekttitel: Jenseits der Klassiker: Funktionelles Profiling nicht-klassischer HLA Klasse II Genvarianten).

Ignazio Caruana, PhD, Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation an der Kinderklinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Würzburg (Projekttitel: Induzierbare CAR-T-Zellen, gewonnen aus einer vom Spender stammenden Peptid-stimulierten oligoklonalen T-Zell-Population mit An/Aus-Schaltern für die gezielte Immuntherapie nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation).

Shuichiro Takashima PhD, MD, Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York, USA (Projekttitel: STAT1-Steuerung der intestinalen Stammzellantwort auf gastrointestinale Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit).

John Hansen, der Namensgeber des DKMS John Hansen Research Grant, war viele Jahre lang Mitglied im Stiftungsrat sowie im Medizinischen Beirat der DKMS Stiftung Leben Spenden. Der DKMS John Hansen Research Grant ist eine Hommage an sein Lebenswerk als international angesehener und herausragender Onkologe, führend im Bereich Immungenetik, sowie empathischer Mediziner mit großem Herzen.

Nähere Informationen zu den Forschungsprojekten der Stipendiat:innen 2021 finden Sie auf professional.dkms.org/research-publications/research-grant

Die Bewerbungsfrist für den John Hansen Research Grant 2022 beginnt am 3. August 2021. Interessenten bitten wir herzlich, sich jederzeit per E-Mail an grant@dkms.org zu wenden.

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