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16. Dezember 2025, News in Spender & Patienten

Ein Leben für Masal und ein zweites Zuhause für DKMS Spenderin Lisa

32-Jährige rettete das Leben eines Kleinkinds. Dieses Jahr trafen sie sich zum ersten Mal.

Im Frühjahr 2021 wird bei der damals einjährigen Masal aus Dortmund eine akute myeloische Leukämie festgestellt. Sie benötigt eine Stammzellspende. Gemeinsam mit der DKMS gibt es einen großen Registrierungsaufruf, dem über 1.800 Menschen folgen. Wenige Monate später erhalten Masals Eltern die erlösende Nachricht: Ein passendes Match wurde in der DKMS Datei gefunden. Lisa, Notfallsanitäterin aus Baden-Württemberg.

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    Ein Küsschen für Spenderin Lisa.

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    v. l. Masal mit Lisa, im Hintergrund Lisas Partnerin Michaela

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    Lisa hat sich nach der Spende ein Sanduhr als Tattoo stechen lassen, die dafür [...]

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    Lisa ist da und es gibt Torte.

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    Masal möchte ihre Retterin gar nicht mehr loslassen.

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Gesund und heute sechs Jahre alt, trafen Masal und ihre Familie dieses Jahr Lebensretterin Lisa, die mit ihrer Partnerin Michaela ein ganzes Wochenende im Ruhrgebiet verbrachte und eine kleine Freundin und Schwester dazugewonnen hat. Die 32-jährige, die in Uhingen im Kreis Göppingen lebt, entschied sich bereits 2016 für die Registrierung. Mehrfach war ihr die DKMS schon über Social Media begegnet. „Die Registrierung ist eine kurze, einfache Sache, wo ich etwas tun kann. Warum also nicht“, dachte sich Lisa. Als sie fünf Jahre später für eine Spende angefragt wird, steht sie kurz vor ihrem Examen als Notfallsanitäterin. Deshalb nicht zu spenden kommt ihr nicht in den Sinn, vielmehr macht sie sich Gedanken um die betroffene Person. „Wenn ich den Aufruf bekomme, muss es dem Menschen ja schon schlecht gehen. Ich mache das, wenn ich gebraucht werde“, ist sie sich sicher.

Auch als sie gefragt wird, ob sie unter Vollnarkose Knochenmark spenden würde, willigt sie ein. „Ich habe ja nichts, was dagegen spricht, es nicht zu tun“. Ihre Gedanken sind dabei weiterhin bei der Empfängerperson. Das liegt in gewisser Weise auch daran, dass Lisa als Notfallsanitäterin Menschen zu helfen im wahrsten Sinne des Wortes im Blut liegt. Angst vor der Knochenmarkentnahme, für die eine Vollnarkose notwendig ist, hat Lisa nicht. Nach der OP, die heutzutage nur noch in zehn Prozent der Fälle in Frage kommt, hat sie keine großen Schmerzen: „Es war absolut aushaltbar“, sagt sie. Im gesamten Spendeprozess fühlt sie sich gut aufgeklärt, begleitet und betreut. Als sie dann erfährt, dass ihre Spende einem Kind zugutekommt, freut sie sich besonders, helfen zu können. „Ein Kind sollte Kind sein dürfen und sich nicht mit so einer schlimmen Krankheit auseinandersetzen müssen“, findet Lisa. Symbolisch lässt Lisa sich nach der Spende eine Sanduhr auf den Unterarm tätowieren, die dafür steht, dass sie einem Kind wertvolle Zeit schenken konnte.

Es findet ein anonymer Briefkontakt statt. Masals Eltern bedanken sich bei Lisa und geben Updates zu Masals Genesung. Nach zwei Jahren tauschen beide Seiten die Adressen aus. Die Familie möchte Lisa persönlich kennenlernen und auch Lisa freut sich zu erfahren, wer hinter ihrer kleinen Empfängerin steckt.

Ruhrgebiet trifft Schwabenland

Im Frühjahr 2025 folgt Lisa der Einladung von Masals Familie. Zuvor hatte sie sich mit Mutter Zilfi über WhatsApp ausgetauscht und viel über Masals Geschichte erfahren. Bei der Ankunft stehen schon alle Familienmitglieder mit Masal vor der Tür und schließen Lisa herzlich in die Arme. „Das war eine außerordentliche Gastfreundlichkeit, die mir und meiner Partnerin entgegengebracht wurde“, so Lisa.

Masal sucht immer ihre Nähe und will ihrer Retterin alles zeigen, mit ihr spielen, schaukeln, radfahren und rumtoben. Immer wieder drückt die Familie ihren Dank aus und verwöhnt Lisa und Michaela mit türkischen Köstlichkeiten. „Das war schon sehr überwältigend. Vor allem, als die Mutter immer wieder betonte, dass ich jetzt immer ein zu Hause bei ihrer Familie habe“, sagt Lisa.

Für Lisa fühlt sich das Treffen zunächst etwas fremd an, weil man sich ja zuvor kaum kannte. Dann auch wieder nicht, weil sie sofort so herzlich in die Familie aufgenommen wurde. „Ich fand es schön, die Kleine zu treffen, sie kennenzulernen und vor allem zu sehen, dass sie gesund ist. Auch die kulturellen Einblicke und die warmherzige Aufnahme in die Familie waren überwältigend“.

Aktuell ist Lisa mit ihrem Beruf und dem Studium sehr ausgelastet, jedoch ist sie sich sicher, dass es ein baldiges Wiedersehen geben wird. Vielleicht auch in Baden-Württemberg, um Masal und ihren Eltern auch einmal ihre Heimat zu zeigen. Lisa studiert seit 2024 berufsbegleitend „Physian Assistance“, um als medizinische Assistenz Ärzt:innen bei der Notfallversorgung von Patient:innen zu unterstützen.

 Masals Schicksal schenkt Hoffnung und Lebenschancen

Aus der Aktion für Masal sind bis heute bereits sechs Spenden hervorgegangen. Sechs Lebenschancen für betroffene Blutkrebspatient:innen weltweit, die im besten Fall wie Masal eine Zukunft bekommen haben und mit ihren Liebsten zusammen sein dürfen.

„Lisa ist unser Engel. Sie ist ein ganz toller, lieber Mensch. Wir sind so froh und dankbar, dass sie sich für die Knochenmarkspende bereit erklärt hat, die für unsere Tochter aufgrund ihrer aggressiven Leukämie angefordert wurde. Zwischen Masal und Lisa gibt es eine ganz besondere Verbindung,“ sagt Masals Mutter Zilfi. Zu Weihnachten wird die Familie mit „ihrem Engel“ auf jeden Fall videotelefonieren.

„Das schönste Geschenk habe ich dieses Jahr bereits bekommen, die gemeinsame Zeit mit Masal und ihrer Familie“, sagt Lisa.

Hoffnung auf Leben schenken geht ganz einfach unter dkms.de/christmas

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