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12. März 2026, News in Spender & Patienten

Verliebt, geheiratet – Leben gerettet

Ehepaar spendet kurz hintereinander Stammzellen und schenkt zwei Lebenschancen

Seit mehr als 15 Jahren gehen Marie (31) und Pascal Leiner (33) aus dem saarländischen Homburg gemeinsam durchs Leben. Seit sechs Jahren sind sie verheiratet und haben mit ihrer Tochter Sophia (6) ihr Glück gefunden. Die beiden verbindet jedoch noch mehr: Im Sommer 2020 registrierten sie sich beide bei der DKMS. Fünf Jahre später wurde aus dieser Entscheidung gelebte Solidarität: Kurz hintereinander spendeten Marie und Pascal Stammzellen – und schenkten damit zwei Menschen eine zweite Chance auf Leben. Ein außergewöhnlicher Moment, der zeigt, wie viel Kraft in einer einzigen gemeinsamen Entscheidung liegen kann.

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    Pascal und Marie bei ihrer Hochzeit im Mai 2019.

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    Marie bei der ambulanten Stammzellspende.

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    Pascal bei der Spende in Dresden.

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    Weihnachtsgeschenk von der DKMS für Pascal: Spritzen zur Vorbereitung auf die [...]

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    Marie bei der ambulanten Stammzellspende, wenige Monate bevor auch Pascal [...]

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    Marie und Pascal haben nach ihren Spenden jeweils ein Fähnchen in Homburg Saar [...]

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    Pascal und Marie bereiten sich Weihnachten auf Pascals Spende vor.

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    Marie ist bei der Spende an Pascals Seite

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    Pascal beim Spritzen des Wachstumsfaktors zur Mobilisierung der Stammzellen.

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    Warten auf Pascals Spende: Marie und Pascal im DKMS Entnahmezentrum.

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Im Interview mit der DKMS betonen Marie und Pascal immer wieder, dass sie es zunächst kaum glauben konnten, dass beide für eine Spende gebraucht wurden. Für beide war es eine besondere Erfahrung, die sie nachhaltig bewegt hat. Ein Erlebnis, das nicht jedes Ehepaar teilt.

Ein außergewöhnlicher Zufall

Im Sommer und Herbst 2025 kommen Pascal und Marie als möglicher Spender und Spenderin für zwei an Blutkrebs erkrankte Menschen in die nähere Auswahl. Ein außergewöhnlicher Zufall, der die beiden völlig überrascht. Anders als bei Pascal steht bei Marie schnell fest, dass sie für ihren genetischen Zwilling am besten geeignet ist und schon in Kürze spenden kann.

Anderen Menschen zu helfen, das liegt der Krankenschwester ohnehin im Blut. Trotz tausender Spritzen, die sie Patient:innen in ihrem Leben gesetzt hat, ist das Injizieren eines Wachstumsfaktors vor der Stammzellspende in den eigenen Bauch für sie eine neue Erfahrung. Marie verspürt zwar Nebenwirkungen und hat starke Gliederschmerzen, doch sie sagt: „Die habe ich gerne in Kauf genommen, da ich ja wusste, dass die Empfängerperson deutlich mehr durchmachen muss als ich in den fünf Tagen mit den Spritzen.“ Sie betont, dass sie es immer wieder machen würde.

Bei den Voruntersuchungen und bei der Spende im DKMS Entnahmezentrum in Dresden ist Pascal immer an ihrer Seite. Auch die Familie unterstützt im Hintergrund und passt auf Tochter Sophia auf. Maries Spende verläuft gut. Sie erfährt, dass ihre Stammzellen nach Griechenland gehen. „Ich freue mich, dass ich jetzt einen genetischen Zwilling in Griechenland habe“, sagt sie. Zu Griechenland haben Marie und Pascal darüber hinaus eine besondere Verbindung, da sie vor einigen Jahren ihren Hund Leo von dort adoptiert haben.

Kein Weg zu weit, um einem Menschen zu helfen

Rund zwei Wochen nach Maries Spende erhält Pascal plötzlich einen Anruf der DKMS. Er erfährt, dass nun auch er spenden soll. „Ich war sehr berührt und habe erst mal ein paar Tränchen verdrückt“, sagt er. Dass seine Spende in der Weihnachtszeit stattfinden soll, ist für den Inhaber einer Heizungsbaufirma kein Problem. “Auch wenn ich um die halbe Welt fliegen müsste, es wäre für mich kein Weg zu weit, um einem Menschen helfen zu dürfen”, sagt er.

Da er durch Maries Spende schon weiß, was auf ihn zukommt, hält sich seine Aufregung in Grenzen. Auch bei ihm verläuft die ambulante Spende gut. Nebenwirkungen von den Spritzen hat er im Gegensatz zu Marie gar nicht. Dafür ist er nach der Spende etwas schlapp. Am nächsten Tag fühlt er sich wieder fit und hat genug Stammzellen abgegeben, sodass die beiden zusammen die Heimreise antreten. Pascals Spende bleibt in Deutschland und macht einem Menschen und seiner Familie ein hoffnungsvolles Neujahrsgeschenk.

Immer wieder unterstreichen Pascal und Marie, wie glücklich sie sind, dass sie helfen konnten und wie angenehm sie die Organisation, die Betreuung und die Aufklärung im Vorfeld und während der Spende fanden.

Ein Teil der gemeinsamen Lebensgeschichte

Beide wünschen sich, dass sich alle, denen es möglich ist, bei der DKMS registrieren lassen. In Maries und Pascals Umfeld hat das Thema Krebs leider wiederholt eine Rolle gespielt und als sie selbst Eltern wurden, verstärkte das zusätzlich ihr gesellschaftliches Verantwortungsgefühl. „Man kann sein Kind vor vielem beschützen, leider nicht vor so einer Krankheit. Wie schön ist es daher, wenn man anderen helfen kann“, sagt Pascal.

Die Spenden sind jetzt ein Teil von Maries und Pascals gemeinsamer Lebensgeschichte. Beide sind stolz darauf, ein weiteres gemeinsames Erlebnis zu teilen, das sie zusammenschweißt. „Neben den Dingen wie Urlaub, Hochzeit oder Geburt, welches Paar kann schon sagen, dass sie zusammen Leben gerettet haben?“, sagt Marie.

Auch ihre sechsjährige Tochter ist stolz auf ihre Eltern und möchte sich unbedingt registrieren, wenn sie alt genug dazu ist.

Neues Jahr – neue Leben

Marie und Pascal hoffen sehr, dass sie mit ihren Spenden ihren Empfängern und deren Familien helfen und eine neue Lebenschance schenken konnten. Als sie gemeinsam ins neue Jahr feiern, sind ihre Gedanken und Wünsche auch bei ihrem oder ihrer Empfänger:in. Sollten diese zukünftig an einem persönlichen Kennenlernen interessiert sein, würden sie sich sehr freuen, die beiden kennenzulernen. Zunächst drücken sie ihnen aber die Daumen, dass ihre Stammzellen gut angenommen werden und sie wieder gesund werden, damit beide sich demnächst über ein positives, anonymes Gesundheitsupdate durch die DKMS freuen können.

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