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27. September 2026, News in Spender & Patienten

Registrierungen statt Bestzeit: Moritz läuft für zweite Lebenschancen

Mit „run100“ hat Moritz Möker 100 Menschen aus der Läufer-Community als mögliche Stammzellspender:innen registriert. Beim Berlin-Marathon machte der 30-Jährige erneut auf das Thema Stammzellspende aufmerksam.

42,195 Kilometer, tausende Läufer und das Ziel, über sich hinauszuwachsen. Dafür steht der Berlin-Marathon. Doch für Moritz aus Hamburg ging es am Sonntag um mehr als die eigene sportliche Leistung: Mit seiner Aktion „run100“ wollte der 30-Jährige rund um seine Marathonvorbereitung 100 Menschen für eine Registrierung bei der DKMS gewinnen. Mit dem krönenden Abschluss in der Hauptstadt. Der Sport wurde hier zur Plattform, um mögliche Lebensretter:innen von Morgen zu gewinnen.

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    Moritz Möker nach dem absolvierten Berlin-Marathon im DKMS Laufshirt.

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    Moritz Möker nach dem absolvierten Berlin-Marathon im DKMS Laufshirt.

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    Moritz Möker nach seiner Knochenmarktentnahme.

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    Moritz Möker (m.) beim hella Halbmarathon in Hamburg.

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    Moritz Möker (m.) hat bei seiner Aktion "run100" ebensoviele Menschen als [...]

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Bei verschiedenen Lauf- und Sportevents hatte Moritz in den vergangenen Monaten die Werbetrommel für die Stammzellspende gerührt. Hinter der Zielzahl 100 von Moritz steckt eine einfache Überlegung: Statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich Stammzellspender:in nach einer Registrierung zu werden, bei einem Prozent. Mit hundert neuen Registrierten wäre also – statistisch gesehen – für eine weitere Stammzellspender:in gesorgt, so Moritz‘ Überlegung.

Vom Hockeyspieler zum Stammzellspender

Als Plattform nutzte der gebürtige Mannheimer dafür den Sport. Denn Sport begleitet Moritz fast sein gesamtes Leben. Mit vier Jahren begann er mit Hockey, spielte erfolgreich im Jugendbereich, gehörte einer Jugendnationalmannschaft an und stand später für ein Bundesliga-Team in Mannheim auf dem Platz. Seine Sportkarriere führte ihn nach England, in die Niederlande und nach Spanien.

Gerade der Teamsport prägte Moritz dabei. Gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten, füreinander einzustehen und Verantwortung für andere zu übernehmen, gehörte für ihn auf dem Hockeyplatz selbstverständlich dazu. Für ihn passt deshalb auch die Stammzellspende zu den Werten, die er über viele Jahre im Sport erlebt hat: sich registrieren zu lassen und, wenn nötig, für einen anderen Menschen da zu sein.

Vom Hockeyplatz zum Lebensretter

Auch Moritz‘ Verbindung zur DKMS begann auf dem Hockeyplatz. 2017 registrierte er sich bei einer Aktion seines damaligen Vereins TSV Mannheim Hockey. Eine Spielerin aus dem Vereinsumfeld war erkrankt. Nur wenige Wochen später kam die überraschende Nachricht: Moritz kam als potenzieller Stammzellspender für einen anderen an Blutkrebs erkrankten Menschen infrage. „Ich war erst einmal überrascht, dass das mit dem Match so schnell ging. Ich hatte mich offenbar genau zur richtigen Zeit registriert.“

Wenig später konnte Moritz tatsächlich spenden. Die Stammzellen wurden bei ihm über eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt studierte er und spielte weiterhin Hockey in der Bundesliga. Zweifel an der Spende hatte er dennoch nicht: „Hockey war mir natürlich wichtig. Aber für den Patienten war die Spende überlebenswichtig. Da ging es für mich eher darum, alles organisatorisch gut hinzubekommen.“

„Eine der schönsten Sachen, die ich in meinem Leben gemacht habe“

Zunächst wusste Moritz nur, dass seine Stammzellen für einen kleinen Jungen aus Deutschland bestimmt waren. Nach Ablauf der Anonymitätsfrist nach zwei Jahren kam schließlich der Kontakt zur Familie zustande. Bis heute erhält Moritz Nachrichten, Fotos und Updates. Der Junge ist inzwischen wieder fit und geht zur Schule. Persönlich getroffen haben sich beide bislang noch nicht.

„Rückblickend ist die Spende sicherlich eine der schönsten Sachen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Man selbst muss verhältnismäßig wenig tun und kann damit einem anderen Menschen unfassbar viel geben. Ich schätze mich total glücklich, dass ich diese Möglichkeit hatte.“ Genau diese Erfahrung wollte er mit „run100“ weitergeben.

100 Registrierungen – und es geht weiter

Moritz begann deshalb, sein persönliches Umfeld anzusprechen und ging gezielt auf Running Clubs und Trainingsgruppen zu. Unter anderem klärte er bei den Adidas Runners, dem Mates & Miles Run Club, HYROX-Trainingseinheiten und anderen Sportevents in seiner heutigen Heimat Hamburg über seine Stammzellspende und die Registrierung auf.

„Ich bin jetzt kein Influencer mit einer riesigen Reichweite. Deshalb habe ich überlegt, wo ich Menschen persönlich erreichen kann. Sport ist dafür meiner Meinung nach die perfekte Plattform“, erklärt Moritz. „Es ist beeindruckend, dass wir uns im Sport freiwillig immer wieder an unsere Leistungsgrenzen bringen. Menschen, die an Blutkrebs erkranken, kommen dagegen unfreiwillig an ihre Grenzen. Und die brauchen Hilfe.“

Noch vor seinem ersten Marathon knackte Moritz seine selbstgesetzte Marke von 100 Registrierungen. Schluss ist damit aber nicht. „run100“ läuft weiter. Online kann sich jeder und jede weiterhin ein Registrierungsset kostenfrei nach Hause bestellen. Das geht ganz einfach hier! www.dkms.de/run100

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