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30. August 2019, News in Organisation & Transparenz

Schulprojekt: Lehrer mit Herz im Einsatz für die DKMS

Knapp 1600 Neuregistrierungen dank engagiertem Pädagogen aus Paderborn

Seit 1999 unterstützt Biologielehrer Dr. Jürgen Heilemann die DKMS im Kampf gegen Blutkrebs – konkret, indem er Registrierungsaktionen am Pelizaeus-Gymnasium Paderborn auf die Beine stellt. Er motiviert die Schülerinnen und Schüler dazu, sich mit dem Thema Stammzellspende auseinanderzusetzen und sich als mögliche Lebensretter in die Datei aufnehmen zu lassen. Über seine Beweggründe, anderen zu helfen, und was ihn besonders in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen begeistert, hat das DKMS-Redaktionsteam mit dem engagierten Pädagogen gesprochen.

Alle 15 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, und für viele ist eine Stammzelltransplantation die letzte Chance auf Heilung. Mit einem Schulprojekt spricht die DKMS gezielt junge Menschen an, klärt sie nachhaltig über das Thema Stammzellspende auf und zeigt, wie einfach es ist, Gutes zu tun. So soll nachhaltig noch mehr im Kampf gegen Blutkrebs bewirkt werden, denn: Junge Leute können über einen sehr langen Zeitraum Spender sein und bringen aufgrund ihres Alters in der Regel gute körperliche Voraussetzungen für eine Stammzellspende mit. Dem Pädagogen Dr. Jürgen Heilemann ist es eine Herzensangelegenheit, die gemeinnützige Organisation dabei zu unterstützen. Bis heute wurden dank seines Einsatzes am Paderborner Pelizaeus-Gymnasium 1593 potenzielle Spender registriert, von denen 33 mit einer Stammzellspende eine neue Lebenschance schenken konnten.

Lieber Dr. Heilemann, wie sind Sie das erste Mal mit der DKMS in Berührung gekommen?

Im Jahr 1999 fand an unserer Schule eine Projektwoche statt, in der unter anderem auch über die Krankheit Leukämie informiert werden sollte. Ingrid Seipolt von der DKMS Westfalen begleitete mich und meine Gruppe in dieser Woche; wir besuchten eine onkologische Kinderstation an der Universität Münster, und ein ehemaliger Patient kam zu uns in die Schule und berichtete von seiner Transplantation. Ich erinnere mich noch jetzt daran, wie er erklärte, dass sein Immunsystem runtergefahren wurde und wie er dann auf die Stammzellspende wartete. Endlich kam eine Ärztin, und er verfolgte jeden Tropfen „seines neuen Lebens“. Am Ende seines Berichts hatten viele meiner Schülerinnen und Schüler Tränen in den Augen.

Warum ist es Ihnen eine Herzensangelegenheit, die DKMS zu unterstützen?

Aus diesem Projekt erwuchs der Wunsch, nicht nur einmal zu helfen, sondern die DKMS jedes Jahr zu unterstützen. Ich bin davon überzeugt: Je mehr Menschen als potenzielle Spender registriert sind, desto größer ist die Chance, einen passenden Spender zu finden.

Was macht Ihnen in der Zusammenarbeit mit Schülern besonders Spaß?

In meinem Beruf als Lehrer ist es besonders schön, wenn die Begeisterung, die man selbst für sein Fach hat, auf die jungen Menschen überspringt. Das ist in Biologie oder Chemie nicht immer so leicht, aber die Freude bei der Zusammenarbeit mit der DKMS zieht meine Schülerinnen und Schüler sofort in ihren Bann. Schon nach der Informationsveranstaltung melden sich viele und bieten an, mir auch im Vorfeld zu helfen.

Was ist das Besondere daran, Registrierungsaktionen an Schulen durchzuführen?

Am Ende ihrer Schulzeit, kurz vor dem Abitur ist es für alle Abiturientinnen und Abiturienten eine wunderbare Aktion, als gesamte Jahrgangsstufe eine gute Sache zu unterstützen: „Gemeinsam gegen Leukämie“. Die Schülerinnen und Schüler kommen in bester Laune zu unserer Registrierungsaktion. Jede Jahrgangsstufe ist dann bestrebt, die meisten Registrierungen unserer Schule vorweisen zu können. 125 Registrierungen in einer Aktion waren 2013 das Maximum. 2008 waren es zwar nur 69, aber davon durften vier Personen in den folgenden Jahren Stammzellen spenden. Man sieht also: „Jeder einzelne zählt!“.

Das Engagement der Schülerinnen und Schüler ist kreativ und vielfältig. Welche Aktionen sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Ich erinnere mich gut an die ersten Aktionen, bei denen noch durch unseren Arzt Dr. Manfred Sürig Blut abgenommen werden musste. Zwei bis drei Schüler (es waren wirklich meist die Jungs) wurden dabei so blass, dass ich immer Cola bei mir hatte.

Das Engagement einzelner Schülerinnen und Schüler, die Stammzellen spenden durften und von ihren Erlebnissen berichten, ist besonders wertvoll. So habe ich mich über das Dankesschreiben eines amerikanischen Studenten gefreut, der Stammzellen von einer Schülerin unserer Schule bekam. Ein ehemaliger Schüler – Tim Becker – nimmt sich regelmäßig jedes Jahr an dem Tag frei, um in der Informationsveranstaltung für die DKMS und die Registrierungsaktion an unserer Schule zu werben. Er fordert mich schon auf, die Aktionen auszuweiten: „Der Funke ist übergesprungen!“

Lieber Dr. Heilemann, ganz herzlichen Dank für das Gespräch!

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