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24. Januar 2018, News in Spender & Patienten

Jeff meets Birgit

Aller guten Dinge sind drei

Birgit und Jeff trennen über 8.200 Kilometer. Sie lebt in Kempen am Niederrhein - er in Houston USA. Dennoch verbindet die beiden etwas ganz Besonderes: Sie sind „genetische Zwillinge“. Als Jeff Blutkrebs hatte, war es Birgit, die ihm 2013 mit ihrer Spende ein neues Leben geschenkt hat. Im Sommer 2017 trafen sie sich endlich, nachdem zweimal zuvor ein Treffen knapp gescheitert war.

Zusammen mit seiner Frau Mandy (36) und Tochter Reagan (6) fliegt Jeff Borink (50) nach Düsseldorf, um dort Birgit Wagner (43) und ihre Familie zu treffen.  „Die Vertrautheit war vom ersten Moment an da“, sagt Birgit. Zweimal war ein Treffen leider knapp gescheitert – einmal konnte Jeff aus Krankheitsgründen nicht nach Deutschland kommen, und als Birgit 2016 durch die USA reiste, und ihn besuchen wollte, wurde der Flug leider gecancelt. Nach dem Motto: aller guten Dinge sind drei, standen die Sterne 2017 für ein Treffen endlich gut.

Als Gastgeschenk bringt Jeff T-Shirts mit. Darauf sind die Umrisse vom Bundestaat Texas und der Bundesrepublik Deutschland aufgedruckt. Symbolisch ist in Texas ein Mann und in Deutschland eine Frau zu erkennen – Jeff und Birgit. Verbunden sind beide Länder durch eine schwarze Schleife, an deren Ende sich Pfeile befinden. Auf Birgits Schleife steht in orangefarbenen Buchstaben „Donor“, auf Jeffs „Recipient“.

Alle Familienmitglieder tragen die Shirts voller Stolz und feiern diese besondere Verbindung. Fünf Tage verbringen sie zusammen, erzählen sich viel, unternehmen Radtouren, geben das eine oder andere Interview und fahren nach Köln zur Entnahmeklinik, wo Birgit damals gespendet hat.

Viel zu schnell geht die Zeit vorbei. „Jeff endlich kennenzulernen, war einer der schönsten und emotionalsten Momente in meinem Leben. Ich habe Jeff, seine Frau und seine Tochter richtig ins Herz geschlossen“, sagt Birgit. Auch Jeff fühlt sich nach dem Besuch mit Birgit, ihrem Mann Michael und Tochter Emily (15) eng verbunden. „Sie sind jetzt ein Teil meiner Familie“, sagt er.

Jeff erkrankte Ende 2012 an Blutkrebs, als seine Frau gerade mit der gemeinsamen Tochter Reagan, die heute sechs Jahre alt ist, schwanger war. Bald stand fest, dass er eine Fremdspende benötigte. In Amerika gab es leider keinen passenden Spender, glücklicherweise aber in Deutschland, Birgit Wagner aus Kempen in Nordrhein-Westfalen.

Im Frühjahr 2013 spendet die Sachbearbeiterin in Köln Knochenmark. Birgit hatte sich bereits bei einer Aktion ihres Arbeitgebers 1998 in die DKMS aufnehmen lassen. Fast 15 Jahre hörte sie nichts, bis die Bestätigung für Jeff kam. „Ich weiß wie es ist, jemanden zu verlieren, den man liebt, daher war es für mich selbstverständlich zu helfen“, sagt Birgit. Ihre ältere Schwester starb mit 26 Jahren an einem Hirntumor.

Kurz nach der Spende wusste Birgit nur, dass ihr Knochenmark für einen 46-jährigen Mann aus den USA bestimmt war, und sehnte eine baldige Information über den Gesundheitszustand ihres Empfängers herbei. Als der erste anonyme Brief folgte, und sie erfuhr, dass sie einem Familienvater eine zweite Lebenschance ermöglicht hatte, war sie erleichtert und überglücklich. Fortan schrieben sie sich regelmäßig und fieberten dem Ende der zwei Jahre entgegen, um sich endlich persönlich zu treffen.

Dieser Wunsch wurde ihnen 2017 erfüllt, und die beiden freuen sich schon auf ein Wiedersehen, schließlich haben sie eine neue Familie dazu gewonnen. Bis dahin schreiben sie sich regelmäßig über Facebook. Ferner gibt es eine WhatsApp-Family-Gruppe.

Für Jeff ist Birgit eine echte Heldin. Sie steht für alle anderen Stammzell- und Knochenmarkspender auf der Welt, die mit ihrer Selbstlosigkeit Leben gerettet und in vielen Fällen auch eine zweite Familie ins Herz geschlossen haben.

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