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23. Juli 2018, News in Partner & Netzwerk

Sommergespräch: Marcel Nguyen über Sport und Krebs

„Ländergrenzen dürfen keine Barrieren sein!“

DKMS-Unterstützer Marcel Nguyen spricht im „Sommergespräch“ unter anderem darüber, warum der internationale Solidaritätsgedanke selbstverständlich sein sollte und was den Sport und den Kampf gegen Blutkrebs verbindet.

Was motiviert Menschen eigentlich dazu, die DKMS zu unterstützen und sich beispielsweise als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung zu stellen? Jeder Einzelne hat seine individuellen Beweggründe zu helfen – und alle eint der gemeinsame Wunsch, Gutes zu tun und dafür auch andere zu begeistern. In unserer aktuellen Interviewreihe „Sommergespräche“ erzählen uns prominente DKMS-Unterstützern ihre ganz persönliche Geschichte, die sie mit der DKMS und dem Kampf gegen Blutkrebs verbinden und warum es ihnen darüber hinaus ein Anliegen ist, die lebenswichtige Botschaft in die Öffentlichkeit tragen.

Den Auftakt macht Marcel Nguyen, der sich seit einigen Jahren mit viel Herzblut für das Thema engagiert. Zuletzt war der zweifache olympische Silbermedaillengewinner im Turnen im Mai 2018 für die gemeinnützige Organisation im Einsatz und unterstützte die Aktion „Jetzt bist Du am Zug – setz ein Zeichen gegen Blutkrebs“ zum jährlichen DKMS World Blood Cancer Day.

Ein DKMS-Sonderzug fuhr damals quer durch Deutschland und stoppte an sechs Bahnhöfen, an denen es jeweils eine Registrierungsaktion gab – so auch am Stuttgarter Hbf. Marcel Nguyen ließ es sich nicht nehmen, vorbei zu kommen und er appellierte dort an die Menschen, sich als potenzielle Spender in die DKMS aufnehmen zu lassen – um so vielleicht schon bald einem Patienten irgendwo auf der Welt eine neue Lebenschance schenken zu können.

Lieber Marcel, was war für Dich der Anlass, Dich in der DKMS registrieren zu lassen?
2013 erhielt ich eine Anfrage der DKMS, ob ich mich für die Spendersuche für ein Kind einsetze, dass wie ich auch Halb-Vietnamese, Halb-Deutscher ist.
Damals habe ich mich erstmals intensiv mit der DKMS beschäftigt und habe dann für mich festgestellt, dass ich mich auch in Zukunft für die DKMS einsetzen will.

Warum ist es Dir seither ein Anliegen, die DKMS zu unterstützen?
Viele Menschen wissen noch immer nicht, dass es zum Einen ganz einfach ist, sich als Spender zu registrieren und zum Anderen, weltweit einfach Millionen von Spendern fehlen. Leben retten kann ganz einfach sein, also ist es wichtig, darauf hinzuweisen.

Wie wichtig ist für Dich soziales Engagement allgemein?
Grundsätzlich sollte dies jedem Menschen wichtig sein. Ich habe in meinem Leben sehr viel Glück gehabt, mit meiner Familie, meinem Umfeld, meinem Talent und auch im Sport. Dafür bin ich extrem dankbar und will auch, im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten, etwas zurück geben.

Was verbindet aus Deiner Sicht den Sport und den Kampf gegen Blutkrebs?
Auch wenn das Ziel in noch so weiter Ferne erscheint und der Kampf noch so ausweglos ist, man muss es annehmen und alles dafür tun, zu gewinnen. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.

Mehr als 70.000 DKMS-Spender konnten bereits mit einer Stammzellspende Patienten Lebenschancen schenken – sie sind sozusagen unsere „Helden“. Was bedeutet es für Dich persönlich, „heldenhaften“ Einsatz zu zeigen?
Aus meiner Sicht sollte man mit dem Begriff „Held“ sehr vorsichtig umgehen. Zweifelsohne, wenn man ein Leben rettet, ist die Bezeichnung „Held“ sicher mehr als angebracht. Vor jedem einzelnen ziehe ich den Hut und freue mich, dass die DKMS helfen konnte.

Bei dem Prinzip der Stammzellspende handelt es sich um ein internationales Solidarsystem. Wie wichtig ist es für Dich, dass man länderübergreifend denkt und zusammenarbeitet?
Das ist für mich völlig selbstverständlich. Ich verstehe gar nicht, warum man hier Ländergrenzen als Barrieren sehen sollte. Mir wäre das völlig egal, wem ich wo helfen könnte.

Für eine Stammzelltransplantation kommt es auf die Übereinstimmung bestimmter Gewebemerkmale zwischen Spender und Patient an. Hier ist auch die jeweilige Herkunft relevant. Ziel der DKMS ist, die Größe der Datei und die Vielfalt unter den Registrierten zu steigern. Was kann man aus Deiner Sicht tun, um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, um so die Chance auf Leben für alle zu erhöhen?
Die DKMS ist hier ja wirklich schon sehr aktiv. Ich wäre aber gerne bereit, mich als DKMS-Botschafter noch mehr zu engagieren. Sei es mit Posts in den sozialen Netzwerken, oder einem Shooting für eine Kampagne. Vielleicht kann man auch eine große Liga mal für einen DKMS-Spieltag gewinnen. Quasi in allen Stadien oder Arenen Registrierungen durchzuführen und mit Ständen etc. auf die DKMS hinweisen.

Wie lautet Dein Appell an Deine Fans?
Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein. Leute es ist ganz einfach mit dabei zu sein. Engagiert auch ihr euch für die DKMS und rettet Leben.

 

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