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3. Juli 2020, News in Spender & Patienten

Vom engagierten Onkel zum Lebensretter

Wie eine Registrierungsaktion Mirco zu einem zweifachen Helden machte

Der neunjährige Maurice erkrankte Ende 2018 an Blutkrebs. Die Familie entschloss sich, gemeinsam mit der DKMS eine Registrierungsaktion durchzuführen. Initiator war Maurice’ Onkel Mirco Gehlken. Auch er ließ sich damals registrieren. Nun, anderthalb Jahre später, wurde er selbst zum Stammzellspender.

Mirco Gehlken war gerade bei der Gartenarbeit, als er einen Anruf von der DKMS erhielt und man ihm mitteilte, dass er wahrscheinlich für einen Blutkrebspatienten als Spender infrage komme. „Ich dachte erst, das kann doch gar nicht sein. So einen Zufall kann es nicht geben!“ Mirco hatte sich erst vor rund einem Jahr bei seiner eigens initiierten Registrierungsaktion in die Spenderdatei aufnehmen lassen. Sein Neffe Maurice war an Leukämie erkrankt und benötigte dringend eine Stammzellspende, da die Chemotherapie bei ihm nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatte.

Aufgeben war für die Familie keine Option: „Es war für uns alle die erste Berührung mit dieser Krankheit“, erinnert sich Mirco. „Nach dem anfänglichen Schock haben wir uns dann entschieden, eine Registrierungsaktion mit der DKMS auf die Beine zu stellen, um noch mehr Menschen zu erreichen und so Aufmerksamkeit zu schaffen.“ Die Aktion fand am 24. Februar 2019 im niedersächsischen Vollersode statt. Mirco und seine Familie hatten es geschafft, die ganze Region zu mobilisieren: Über 1.500 Menschen wurden als potenzielle Stammzellspender registriert, inklusive Mirco. Wie sich später herausstellte, war er zwar kein geeigneter Spender für seinen Neffen, doch Maurice fand schließlich seinen genetischen Zwilling und erhielt die dringend benötige Stammzellspende.

Mit dem Anruf der DKMS hatte Mirco überhaupt nicht gerechnet: „Wir haben mit mir jetzt schon den dritten Registrierten aus dieser Aktion, der tatsächlich Stammzellen gespendet hat. Das freut uns alle sehr!“ Als der Tag der Stammzellspende gekommen war, musste Mirco allerdings auch ein Opfer bringen: seine Angst vor Nadeln überwinden. „Das Stechen war am Ende entspannter als gedacht, und die Nadeln habe ich kaum gespürt.“ Fünf Stunden und zwei Filme später hatte es Mirco geschafft. Er konnte genug Stammzellen für seinen Empfänger mobilisieren. „Ich habe während der Entnahme viel an meinen Neffen gedacht und an seinen Spender, der vor nicht allzu langer Zeit dort genauso lag wie ich und der mit seiner Spende Maurice am Ende das Leben gerettet hat.“ Dem Jungen geht es heute gut. Er konnte den Blutkrebs dank der Stammzellspende besiegen.

Mircos Stammzellen machten sich schließlich auf den Weg in die USA zu einem erwachsenen Patienten. Mirco hofft nun, dass seine Zellen seinem Empfänger genauso viel Glück und eine zweite Chance auf Leben bringen wie die Zellen des anderen Spenders seinem Neffen Maurice.

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