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27. September 2021, News in Partner & Netzwerk

Augsburgerin hat gleich zwei Leben geschenkt

„Eine Knochenmarkspende aus dem Beckenkamm ist absolut machbar!“

Ramona Geißlinger aus Augsburg spendete 2015 unter Vollnarkose Stammzellen aus dem Beckenknochen. Ihr Empfänger Jordan ist heute wieder gesund und im Dezember letzten Jahres Vater eines kleinen Mädchens geworden.

Es ist nun schon mehr als sechs Jahre her, dass Ramona den alles entscheidenden Brief der DKMS erhielt: Im Jahr 2015 wurde sie als genetischer Zwilling für einen Blutkrebspatienten ausgewählt. Das danach anstehende Prozedere, wie die Vorbereitungen, Untersuchungen und die Knochenmarkspende selbst, trägt sie bis heute in guter Erinnerung: „Die Aufklärung und Betreuung seitens der DKMS und der Mitarbeiter:innen des Klinikums Nürnberg waren hervorragend!“, erinnert sich die 30-Jährige.

Den Zielort ihrer Spende erfuhr Ramona nur kurze Zeit später: Es ging nach Kanada. Der Empfänger war der damals 15-jährige Blutkrebspatient Jordan Chortos. Nach Ablauf der zweijährigen Anonymitätsfrist fand Ramona eine bewegende Nachricht in ihrem Facebook-Postfach, in der Jordan sich vorstellte und sich für die lebensrettende Spende bedankte.

Der Kontakt zwischen den beiden blieb bestehen, sodass Ramona im Dezember 2020 an einem der wohl wichtigsten Ereignisse in Jordans Leben teilhaben konnte: Der heute 21-jährige Kanadier wurde Vater! Seine kleine Tochter Mable machte das Glück von Ehefrau Olivia und ihm damit perfekt. Dabei ist eine Vaterschaft nach der aggressiven Chemotherapie durch Jordans Krebserkrankung alles andere als selbstverständlich. Die Mutter des Kanadiers kommentiert treffend auf Facebook: „Es ist ein Wunder!“ Zugleich dankt sie Stammzellspenderin Ramona: „Ohne dich würde es Jordan und Mable heute nicht geben!“ Ramona selbst blickt bescheiden auf ihren Beitrag zu Jordans Genesung: „Für mich war es einfach – der größte Teil ist immer noch den Ärztinnen und Ärzten drum herum zu verdanken!“

Auch weiterhin viele Menschen zur Registrierung bei der DKMS zu bewegen, das ist der angehenden Lehrerin wichtig. Ramona registrierte sich 2013 im Rahmen ihrer Ausbildung an der Berufsschule als potenzielle Spenderin. Nur zwei Jahre später konnte sie helfen. Sie hofft, mit ihrer Geschichte Ängste nehmen zu können. Auch wenn bei den meisten Spender:innen die Stammzellen ambulant aus dem fließenden Blutkreislauf herausgefiltert werden, findet sie: „Eine Knochenmarkspende aus dem Beckenknochen ist absolut machbar!“

Ob Stammzellen aus dem Beckenkamm oder dem Blut benötigt werden, hängt davon ab, was der betroffene Patient oder die betroffene Patientin benötigt. Deshalb ist es von Vorteil, wenn man zu beiden Entnahmeverfahren bereit ist.

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