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2. Februar 2021, News in Spender & Patienten

Eine Spende nach Amerika

Sophie rettete Kate das Leben

Sophie Schuster (23) aus Kiel hat vor zwei Jahren Stammzellen gespendet. Damit hat sie einer amerikanischen Familie den größten Wunsch erfüllt und der Mutter und Großmutter Kate ein Weiterleben ermöglicht. Seit Kurzem haben die beiden Frauen persönlichen Kontakt und möchten sich baldmöglichst besuchen.

2016 ließ sich Sophie Schuster bei einer Registrierungsaktion der DKMS in Kiel als Stammzellspenderin registrieren. Auch wenn sie es damals für unwahrscheinlich hielt, als Spenderin ausgewählt zu werden, wollte sie es unbedingt probieren und ließ sich in die Datei aufnehmen. Etwa zwei Jahre später erhielt die Immobilienkauffrau einen Brief, in dem sie erfuhr, dass ihre Stammzellen tatsächlich die passenden für einen an Blutkrebs erkrankten Menschen seien. Es folgten genauere Untersuchungen und schließlich spendete Sophie im Oktober 2018 in einer Kölner Klinik ambulant. Das bedeutet, dass ihre Stammzellen aus der Blutbahn entnommen wurden. Für Sophie war das ein geringer Aufwand, wenn sie daran dachte, was der Empfänger oder die Empfängerin ihrer Stammzellspenden durchmachte.

Im Anschluss an die Spende wurde Sophie mitgeteilt, dass ihre Blutstammzellen an eine Frau aus den USA gingen. An diesen Moment erinnert sie sich noch sehr gut: „Es war ein verrücktes Gefühl, zu wissen, dass am anderen Ende der Welt eine Person sitzt, die auf meine Stammzellen wartet. Ich habe mich gefreut, dass ich jemandem helfen konnte, der so weit weg wohnt.“

In Deutschland gibt es für Stammzellspender:innen und Empfänger:innen eine Anonymitätsfrist von zwei Jahren. Das bedeutet, dass in dieser Zeit nur anonymer Kontakt zwischen den Personen bestehen darf. Sophie und ihre Empfängerin haben sich in diesem Zeitraum über die DKMS Briefe geschrieben. Für Sophie war jede Nachricht etwas ganz Besonderes: „Die Empfängerin meiner Stammzellen hat sich oft bei mir bedankt. Ich habe ihr gewünscht, dass sie wieder gesund wird. Wir haben uns geschrieben, wie verrückt wir den Zufall finden, dass unsere Stammzellen übereinstimmen und ich ihr so helfen konnte. Einmal schrieb mir ihre Tochter. Auch sie hat sich bei mir bedankt. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist sehr eng und die beiden sind wie beste Freundinnen. Das zu lesen, hat mich sehr berührt“.

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk

Nach Ablauf der anonymen Zeit im Oktober 2020, erhielt Sophie an ihrem 23. Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk – eine E-Mail von Kate, ihrer Stammzellempfängerin. In dieser Mail konnte Kate erstmals persönliche Informationen weitergeben und so erfuhr Sophie, dass ihre „genetische Zwillingsschwester“ 68 Jahre alt ist und in Pennsylvania wohnt. Im Anhang schickte Kate Fotos von sich, ihren Töchtern und ihren Enkelkindern mit. Sophie erinnert sich gerne an diesen Moment zurück: „Es war überwältigend, die Nachricht zu lesen und die Fotos zu sehen. Dieses Gefühl ist für mich mit nichts zu vergleichen. Ich freue mich sehr, dass ich Kate helfen konnte und es ihr nach der schweren Krankheit wieder gut geht.“

Ein paar Wochen später telefonierten Sophie und Kate per Videochat miteinander. Die Frauen waren sich direkt sympathisch. Für Sophie war es berührend zu sehen, welches herzliche und freundschaftliche Verhältnis innerhalb Kates Familie besteht. Gerne möchte Sophie die Familie in den USA besuchen, sobald dies wieder möglich ist. Sie freut sich schon auf das Kennenlernen: „Wenn ich Kate zum ersten Mal persönlich treffe, werde ich sie ganz fest umarmen. Sie und ihre Familie sind sehr nett. Ich kann es immer noch kaum glauben, dass meine Stammzellen ermöglicht haben, dass sie heute wieder glücklich und gesund zusammenleben können. Für mich steht fest: Mit der Spende habe ich eine weitere Familie in den USA dazu gewonnen. Nach Amerika wollte ich zudem immer schon mal und freue mich jetzt erst recht auf die Reise.“

Auch wenn Sophie und Kate über 6.400 Kilometer Luftlinie trennen, spüren sie eine besondere Verbindung, die über zwei Kontinente reicht. Am meisten freut sich Sophie darüber, dass sie sich damals bei der DKMS registriert hat und so einer amerikanischen Familie den größten Wunsch erfüllen konnte: Kate kann weiterleben.

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