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6. Juni 2017, News in Spender & Patienten

Freunde fürs Leben

Deutsch-englische Freundschaft nach Blutkrebsdiagnose

Dank einer uneigennützigen Stammzellspende hat der an Blutkrebs erkrankte Marco aus Marl in NRW eine neue Lebenschance bekommen. Sein Lebensretter heißt Daniel und kommt aus Nottingham in Großbritannien. Bei einem emotionalen Treffen begegneten sich die beiden kürzlich das erste Mal persönlich und stehen seither in regelmäßigem, herzlichen Kontakt. Besonders gefreut hatte sich Marco, Daniel seine beiden Zwillingssöhne Finn und Paul vorzustellen, die zwei Jahre nach der Transplantation auf die Welt gekommen waren. Das Beispiel von Marco und Daniel zeigt eindrucksvoll, wie wichtig länderübergreifende Zusammenarbeit für Patienten ist, denn Blutkrebs kennt keine Grenzen und kann jeden überall auf der Welt treffen.

Die Zwillingsbrüder Finn und Paul sind das große Glück von Marco Wehser aus Marl in Nordrhein-Westfalen. Doch dass der heute 40-Jährige einmal Vater von gesunden Zwillingen sein würde, hätte er vor fünf Jahren nicht einmal zu träumen gewagt, denn damals war er todkrank und drohte zu sterben. Sein Leben verdankt er dem 26-jährigen Daniel aus Nottingham in UK, mit dem ihm mittlerweile eine herzliche Freundschaft verbindet. Das Beispiel der beiden zeigt, wie wichtig länderübergreifende Zusammenarbeit für Patienten ist, denn Blutkrebs kennt keine Grenzen und kann jeden überall auf der Welt treffen.

Rückblick: Ende Februar 2012 erhält Marco eine Diagnose, die sein Leben vom einen auf den anderen Tag komplett auf den Kopf stellt – Blutkrebs. Sofort beginnt die Chemotherapie und zwei Monate später steht fest, dass er eine Transplantation benötigt. Die Suche nach einem passenden Spender läuft an, der nur kurz darauf im weltweiten Netzwerk gefunden werden kann – im British Bone Marrow Registry (BBMR) in UK – wie die DKMS ein Mitglied der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen Blutkrebs. „Ich hatte mich nur drei Monate vorher registrieren lassen“, erinnert sich Daniel einige Jahre später. „Ich war schon überrascht, als ich so kurz danach kontaktiert wurde – aber wenn man meine Hilfe benötigt, bin ich dabei. Die Spende war für mich eine Selbstverständlichkeit.“

Die Transplantation findet am 3. August 2012 statt. Marco liegt damals in einem Isolierzimmer, in dem die Luft speziell klimatisiert und gefiltert wird. Nur seine Eltern, die Ehefrau und seine Schwiegereltern dürfen ihn in spezieller Schutzkleidung besuchen. Als dann der Beutel mit den lebensrettenden Stammzellen von einem Ärzteteam gebracht wird, ist das für ihn der vielleicht wichtigste Moment seines Lebens. Er beschreibt ihn so: „Ein Blutbeutel, der über einen Tropf angeschlossen wird und dessen Inhalt in den Körper hineinläuft. Für mich steckte darin eine ganze Menge mehr. Es war und ist meine neue Chance auf ein gesundes, normales Leben. Auf ein Weiterleben!“ Nach etwa zwei Wochen bekommt er die Nachricht, dass die neuen Stammzellen ihre Arbeit aufgenommen haben und die Ärzte zufrieden mit dem Verlauf sind. Ende August 2012 darf er die Universitätsklinik Essen verlassen und kämpft sich zurück in den Alltag.

2014 ist ein ganz besonderes Jahr für ihn, denn die Zwillingssöhne Finn und Paul werden geboren. „Meine Frau und ich waren einfach überwältigt und unendlich dankbar“, sagt Marco. Und weiter: „Die beiden Jungs halten mich natürlich ordentlich auf Trab – und es war mir seit ihrer Geburt sehr wichtig, sie irgendwann meinem Lebensretter zeigen zu können.“

Am 3. August 2016 ist es dann endlich soweit – die beiden lernen sich erstmals persönlich kennen. Für Marco ist es ein wichtiges Datum, er feiert diesen Tag seit der Transplantation als seinen zweiten Geburtstag. Daniel ist dafür extra aus dem Vereinigten Königreich nach Deutschland gereist, wo er am Flughafen Dortmund von Marco in Empfang genommen wird. „Ich war so aufgeregt, dass ich die Nacht vorher nicht schlafen konnte. Wir sind uns in die Arme gefallen und es war direkt so, als ob man sich schon ewig kennen würde“, berichtet Marco im Anschluss. „Auch für mich war das ein bewegender Moment. Ich habe jetzt einen neuen Bruder fürs Leben“, ergänzt Daniel. Nach wie vor stehen die beiden in regelmäßigem und engem Kontakt und planen weitere Treffen.

Mit unermüdlichem Engagement unterstützt Marco zudem die Arbeit der DKMS, informiert über das Thema Blutkrebs und ruft die Menschen zur Registrierung auf. Auch für Daniel ein großes Anliegen. „Es ist uns beiden sehr wichtig, dass sich die Menschen als Spender in die Datei aufnehmen lassen und damit so vielen Patienten wie möglich helfen.“ Aktuell haben die beiden beispielsweise im Rahmen des jährlichen World Blood Cancer Day (WBCD) in UK bei einem großen Fundraising-Appell für den DKMS-Standort in London geholfen und die Menschen dazu bewegt, ein Zeichen der Solidarität für Patienten in Not zu setzen.

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