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26. Dezember 2019, News in Spender & Patienten

Zwei ganz besondere Freunde

Früher gemeinsam im Sandkasten gespielt, heute gemeinsam Stammzellen gespendet

Martin Köhler und René Theilicke aus Chemnitz sind seit ihrer Kindheit befreundet. Beide verbindet der Sport und sie trainieren wöchentlich gemeinsam. René ist Personal Trainer und bietet mit seinem Unternehmen individuelles Fitnesstraining an. Eine weitere Gemeinsamkeit der 35-Jährigen ist, dass sie mit ihrer Stammzellspende zwei Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance schenkten. René im Jahr 2016, Martin in diesem Jahr. Jetzt wurden beide nochmal für eine zweite Spende für ihren Patienten aufgefordert, und das sogar am selben Tag.

Im Sommer 2015 registrierte sich der zweifache Familienvater René Theilicke bei der DKMS. Eine junge Frau aus Chemnitz suchte einen Stammzellspender. Damals rief u.a. auch die TU-Dresden für die Studentin auf, und über 1.166 Chemnitzerinnen und Chemnitzer ließen sich registrieren. Elf Spender sind bis heute daraus hervorgegangen – einer davon ist René.

Eineinhalb Jahre später wurde er als „Match“ für eine Patientin in den USA gefunden, und konnte Anfang Dezember 2016 Stammzellen spenden. Seit letztem Jahr weiß er, dass er Bonni (67) und ihrer Familie eine zweite Lebenschance ermöglicht hat.

Ein erstes Treffen haben Renés und Bonnis Familie für Ostern 2020 in Deutschland vereinbart. Doch dann meldet sich Bonni und auch die DKMS wieder bei René, um ihn nun – zwei Jahre später – noch einmal zu bitten für Bonni zu spenden. Leider hat sie einen Rückfall erlitten, und benötigt noch einmal Renés Stammzellen.

Zufälle gibt es…

René hat durch seine Spende auch Freunde und Kollegen für die Registrierung bei der DKMS gewinnen können. So hat sich auch sein Kumpel Martin Köhler registrieren lassen. Martin, der als Straßenwärter und Kolonnenführer bei der Autobahnmeisterei in Chemnitz arbeitet, wurde Anfang dieses Jahres für einen Mann aus Deutschland zur Spende aufgefordert. „Das war schon praktisch, dass ich René alles Fragen konnte. Dadurch war ich bestens informiert, und sehr gut auf die Spende vorbereitet“, sagt er.

Im November 2019 wurden beide kurz hintereinander von der DKMS für eine Nachspende angefragt. Zufällig sollten beide auch am selben Tag im Dezember spenden, so dass sie sich bei der DKMS mit dem Wunsch zurückmeldeten, nebeneinander sitzen zu dürfen.

Kleiner Aufwand, große Wirkung

René und Martin sind sich einig, dass es kaum einfacher geht, jemandem das Leben zu retten, als mit einer Stammzellspende. „Das muss man machen. Es ist so wenig Aufwand“, sagt René. „Toll, dass wir das als Freunde auch gemeinsam erleben dürfen“, findet Martin. Dass sie spenden können, empfinden sie als Bereicherung. Als Helden fühlen sie sich aber nicht, weil sie es selbstverständlich empfinden zu helfen. „Für den Patienten und seine Familie geht es um Leben und Tod“, sagt René.

Das ist ihm erst richtig bewusst geworden, als er das erste Mal Kontakt zu Bonni und ihrer Familie aufgenommen hatte. Dies hat ihn auch dazu veranlasst, selbst eine Registrierungsaktion auf die Beine zu stellen, bei der sich 137 Chemnitzerinnen und Chemnitzer in die DKMS aufnehmen ließen.

René und Martin teilen ihre Geschichten gerne öffentlich, um möglichst viele weitere Spender zu gewinnen.

Besuch aus den USA

Eigentlich hatte Bonni geplant René und seine Familie an Ostern 2020 zu besuchen. Nun heißt es abwarten und hoffen, dass die Gabe der weiteren „Portion Stammzellen“ sich bei seiner „genetischen Zwillingsschwester“ einnistet, und die Krebszellen zurückgedrängt werden. Martin drückt seinem Empfänger ebenso die Daumen und wünscht sich, dass auch er irgendwann die Möglichkeit erhält, ihn persönlich kennenzulernen. Beide würden jederzeit wieder spenden.

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