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11. September 2019, News in Spender & Patienten

Mehrfachspende: Wenn eine Stammzellspende nicht ausreicht

Jens Specht spendete Kirsten Stammzellen und noch weitere dreimal Lymphozyten

Auf unsere Spender ist Verlass: Jens Specht (42) aus Börrstadt ermöglichte 2015 mit seiner Stammzellspende der Berlinerin Kirsten Wagner-Klimmeck (47) eine neue Lebenschance. Kirsten hatte Leukämie und Jens war ihr passender Spender. Doch die Stammzellspende reichte nicht aus. Drei weitere Spenden folgten in den letzten vier Jahren, denn Jens wurde dreimal zur Lymphozytenspende für Kirsten aufgefordert. Nochmal zu spenden, war für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Was viele nicht wissen: Je nach Krankheitsbild, ist es für einige Patienten für eine dauerhafte Genesung nicht immer mit einer einmaligen Gabe von Blutstammzellen oder Knochenmark getan. Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen, welche für die Abwehrfunktionen des Körpers und für die Erkennung von Fremdstoffen – wie zum Beispiel Viren oder Bakterien – zuständig sind.

Mit der Zufuhr von Lymphozyten versucht man bei dem Patienten Leukämiezellen oder andere bösartige Zellen zu erkennen und zu vernichten. Dadurch wird das Immunsystem des Patienten gestärkt, um einen Rückfall der bösartigen Grunderkrankung zu behandeln und im besten Fall ganz zu vermeiden. So auch bei Kirsten, die leider eine Genmutation hat. Immer wieder bilden sich Krebszellen, die jedoch mit Hilfe der Lymphozytenspende und Chemotherapiespritzen zurückgedrängt werden können.

Lymphozyten sind ein normaler Bestandteil des peripheren Blutes und somit im Gegensatz zu den Stammzellen dort immer vorhanden. Deshalb kann man sie auch ohne Vorbehandlung jederzeit aus dem Blut herausfiltern.

Wenn Kirsten nochmals Zellen von mir benötigt, spende ich gerne wieder“, sagt Jens. Sie ist für ihn wie eine große Schwester. „Die Spende tut überhaupt nicht weh. Ich freue mich sehr, wenn ich mitbekomme, dass Kirsten ihr Leben wieder genießen kann. Damit das so bleibt, helfe ich ihr, so oft sie mich braucht“.

Kirsten ist Jens unglaublich dankbar für seine Unterstützung und beide freuen sich darüber, dass sie nun eine gemeinsame, große Familie geworden sind, die sich in der Regel zweimal im Jahr trifft. Und es vergeht kein Tag, an dem sie sich nicht schreiben, Bilder schicken und sich austauschen. Übrigens: Kirstens Mann heißt auch Jens und ihr Schwiegersohn hat am gleichen Tag Geburtstag wie ihr Blutsbruder.

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