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1. Oktober 2019, News in Partner & Netzwerk

Kleine Tat mit großer Wirkung: Cheyenne lebt dank Svens Hilfe

Sven aus Schleswig-Holstein schenkte Mädchen aus Sachsen eine neue Lebenschance

„Cheyenne ist ein Wirbelwind, der lebensfroh, aufgeschlossen, neugierig, unbekümmert und kaum zu bremsen ist“, sagt Sven Münzer. 2016 hat der Speditionskaufmann Cheyenne zum ersten Mal getroffen. Seitdem versuchen sich die Familien mindestens zweimal im Jahr zu treffen. Meistens an Cheyenne Geburtstag im Januar, und noch einmal im Sommer oder Herbst.

Das erste Treffen

„Bist du auch krank?“ fragt die kleine Cheyenne Sven als sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen und sie sein kahles Haupt sieht. „Als ich Chemo hatte, hatte ich nämlich auch keine Haare und so eine Frisur wie Du.“ Damit war das Eis gebrochen und Sven Münzer muss immer noch schmunzeln, wenn er daran denkt.

Die erste Begegnung mit beiden Familien war für ihn etwas ganz Besonderes. „Es war der schönste Moment im Jahr 2016“, erinnert er sich. Was er besonders an Cheyenne bewundert, ist ihre Stärke und ihr Lebensmut. „Dass sie einmal schwer krank war, weiß sie ganz genau“, sagt Sven.

Eine sieben Meter lange Mut-Perlenkette aus Klinikzeiten erinnert an die vielen Behandlungen, die das Mädchen hinter sich hat. Dabei ist eine Mut-Perle, die es für jede überstandene Untersuchung gab, gerade einmal nur erbsengroß.

„Es ist beeindruckend, wie sie ihre Krankheit gemeistert hat. Vor allem wenn man berücksichtig, was so ein kleiner Körper in diesen jungen Jahren schon alles aushalten musste“, sagt Sven. Und weiter: „Der Aufwand den ich hatte, ist im Verhältnis zu dem was Cheyenne durchgemacht hat ein Witz – zeitlich, wie auch finanziell. Ich kann jedem nur ans Herz legen: Lasst Euch registrieren, es tut nicht weh, und ihr könnt Menschleben retten.“

„Abteilung Attacke“

Das nächste Treffen findet im Oktober, kurz nach dem Tag der Deutschen Einheit statt. Sven Münzer fährt mit seiner Frau Kathrin (49) und Tochter Anna-Lena (18) nach Lichtenau. Er freut sich sehr, Cheyenne als guter Freund begleiten zu dürfen und zu sehen, wie gut sie sich entwickelt. Er freut sich auf die Zeit mit dem Mädchen, das immer den „Abteilung Attacke – Modus“ eingeschaltet hat, und die Welt entdecken möchte. Cheyenne geht gerne zur Schule und ist jetzt in der zweiten Klasse. Durch die vielen Behandlungen ist sie gleichaltrigen Kindern körperlich noch ein wenig hinterher. Sie ist kleiner und zarter als andere Achtjährige. Durch die Chemotherapie hat sie ihre Milchzähne verloren, und bekommt jetzt nach und nach erst ihre bleibenden Zähne. Das stört sie aber nicht. Sie setzt sich durch und mit ihrem Temperament verschafft sie sich Gehör.

30 Jahre Einheit

Im Oktober 1989 absolvierte Sven Münzer gerade seinen Wehrdienst in Hamburg. Entfernte Verwandte im Osten brachten ihn mit seinen Eltern jedoch bereits 1974 nach Schwerin. Dabei erinnert er sich zum Beispiel noch an ein Besuchergeschenk seines Vaters, das „74 Weltmeisterschaftsbuch“ von Harry Valérien, das an der Grenze leider konfisziert wurde. Dieses „verbotene Buch“ führte damals zu einer Generaluntersuchung des ganzen Fahrzeuges, samt Gepäck. Dabei ging es doch nur um die gerade stattgefundene Fußballweltmeisterschaft.

In der heutigen Zeit ist so etwas unvorstellbar, vor allem undenkbar. Geschenke für Cheyenne kann Sven ohne Probleme mitbringen, wie zum Beispiel eine selbst gebastelte und prall gefüllte Schultüte zu ihrer Einschulung. Die Grenzen sind offen. Im Kampf gegen den Blutkrebs sogar weltweit, so dass alleine über die DKMS täglich 20 krebskranke Kinder und Erwachsene eine zweite Lebenschance erhalten – direkt und ohne Umwege.

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