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29. Januar 2019, News in Spender & Patienten

Weltkrebstag: Mathias Müller über den Tag seiner Spende

Am 4. Februar ist Weltkrebstag: „Viele wissen noch nicht, dass man Stammzellen einfach über das Blut spenden kann.“

„Ohne Papa geht es nicht!“ So lautete 2017 der Registrierungsappell, dem der 37-jährige Familienvater aus Berlin folgt. Das Schicksal des am Multiplen Myelom erkrankten und auf eine Stammzellspende angewiesenen Simon rührte ihn. Kurzerhand entschied sich Mathias Müller zur Neuaufnahme in die DKMS und konnte ein Jahr später einem anderen Patienten eine neue Lebenschance schenken.

An den Tag seiner Registrierung erinnert sich Mathias Müller noch ganz genau: „Ich war joggen und kam an der örtlichen Veranstaltungshalle vorbei. Dort traf ich eine Bekannte, die ehrenamtlich bei einer DKMS-Registrierungsaktion half, und sah auch Ines, die Frau des Patienten, für den diese Aktion organisiert wurde“. Und weiter: „Grundsätzlich wollte ich das immer schon machen und die Erkrankung von Simon war durch die Lokalmedien bekannt.“ Er zögerte nicht lange. „Sein Schicksal hat mich natürlich berührt – auch, weil ich selbst Familienvater bin. Und so bin ich kurze Zeit später mit meiner Frau und den Kindern zurückgekommen und habe mich in die DKMS aufnehmen lassen.“

Das war am 23. April 2017. Knapp ein Jahr später erhielt Mathias Müller von der DKMS einen Brief mit der Nachricht, dass er als möglicher Spender für einen Patienten in Frage käme. Er wurde zur weiteren Blutuntersuchung gebeten. „Als dann irgendwann klar war, dass ich am besten passe, war ich positiv überrascht und euphorisiert. Mensch, habe ich gedacht, du kannst vielleicht ein Leben retten!“ Zum Zeitpunkt der Benachrichtigung stand er gerade vor der Fertigstellung seines neuen Hauses. „Trotzdem war für mich klar, dass ich spende. Es kann jeden plötzlich und unvermittelt treffen, und dann wäre man auch froh, wenn einem geholfen würde.“

Mathias Müller machte sich in der Vorbereitungsphase viele Gedanken und beschäftigte sich ausführlich mit dem Thema Stammzellspende. „Ich habe natürlich überlegt, an wen die Spende wohl gehen wird. Aber es ist so, dass ich einfach grundsätzlich helfen wollte – egal, woher der Patient kommt oder wie alt er ist. Jeder Mensch hat diese Hilfe in meinen Augen verdient.“ Kurz darauf spendete Mathias Müller in Berlin ambulant Stammzellen. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele noch nicht wissen, dass eine Spende über das Blut möglich ist. Daher ist es mir ein Anliegen, darauf hinzuweisen.“

Zum Hintergrund: Bei der peripheren Stammzellentnahme (Apherese), einem Verfahren, das in rund 85 Prozent der Fälle angewendet wird, werden die benötigten Stammzellen der Blutbahn ambulant entnommen. Um das Blut damit anzureichern, wird dem Spender zuvor über fünf Tage hinweg ein Wachstumsfaktor verabreicht. Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann in einem ambulanten Verfahren direkt aus dem Blut gesammelt werden.

Nach der Spende erfuhr Mathias Müller, dass die Spende an einen Mann in den USA gegangen ist. Er würde jederzeit wieder spenden, sein Einsatz war für ihn selbstverständlich. „Ich habe kürzlich von der DKMS einen Brief erhalten, in dem stand, dass die Stammzellen erfolgreich transplantiert worden sind und bislang soweit alles nach Plan verlaufen ist. Ich drücke dem Empfänger natürlich weiterhin die Daumen. Und wer weiß – vielleicht werden wir uns eines Tages persönlich treffen. Ich würde mich freuen.“

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