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6. Januar 2020, News in Spender & Patienten

R.SH und DKMS bewegen ganz Schleswig-Holstein

Über 1.500 neue Lebenschancen für Patienten weltweit

Über 30 Unternehmen, Vereine und Schulen meldeten sich bei der R.SH hilft helfen-Stiftung, um vor Weihnachten noch eine Registrierungsaktion auf die Beine zu stellen und damit Blutkrebspatienten weltweit zu unterstützen. Über 600 neue Spender ließen sich bei insgesamt 18 Aktionen registrieren. Online wurden bei der DKMS in den vier Wochen aufgrund der Radiokooperation über 700 Sets bestellt.

Damit nicht genug, am 19. Dezember veranstaltete Radio R.SH im Radiozentrum noch eine Aktion, bei der sich mehrere Hundert Schleswig-Holsteiner aufnehmen ließen. „Wir freuen uns sehr über die gelungene Kooperation mit der DKMS und vor allem, dass wir dazu beitragen können zweite Lebenschancen für Blutkrebspatienten zu ermöglichen“, sagt Stiftungsmanagerin Friderike Aderhold.

Seit Ende November riefen die Stiftung und der Sender regelmäßig zur Registrierung auf, interviewten Spender, Stammzellempfänger und Prominente, und waren auch „live“ dabei, als Empfänger Hermann Holländer (59) aus der Nähe von Bitburg in der Eifel, seinen Spender Sebastian Kohn (34) aus Nahe zum ersten Mal traf.

Manchmal versteht man sich auch ohne viele Worte

Beim ersten Treffen in Kiel waren die Männer sichtlich gerührt, und umarmten sich immer wieder. „Wie geht’s Dir?“ fragte Sebastian. „Gut“, antwortet Hermann und sagt: „Schön, dass das Treffen jetzt klappt. Ich find’s einfach klasse.“ Viel mehr Worte bekommen sie nicht heraus. „Normalerweise bin ich ja eine Labertüte, aber im Moment bin ich einfach platt und überwältigt“, gibt Hermann zu. Einige Zeit später sagt er im Interview mit R.SH: „Das ist schon sehr bewegend und spannend. Man trifft ja nicht jeden Tag seinen Lebensretter. Sebastian ist mein Held.

Auch Sebastian ist sichtlich gerührt, und freut sich sehr Hermann so fit und gesund anzutreffen. Die Männer schauen sich immer wieder freudestrahlend an. „In dem Moment wurde mir erst so richtig bewusst, was ich mit der Spende eigentlich bewirkt habe“, sagt Sebastian. Der Verwaltungsfachangestellte ließ sich 2014 in die DKMS aufnehmen, weil eine Kollegin erkrankt war. Als er dann 2016 als Spender drankam, überlegte er keine Sekunde: „Die Spende war für mich genauso selbstverständlich, als wenn ich jemandem beim Reifenwechseln helfen würde.

Aber von vorne: 2015 wird bei Hermann die Knochenmarkerkrankung Primäre Myelofibrose festgestellt. Dabei trocknet das Knochenmark regelrecht aus und es ist keine normale Blutbildung mehr möglich. Das etwas nicht stimmte, hat Hermann seinem regelmäßigen Blutspenden zu verdanken. Dort wurde festgestellt, dass sein Hämoglobinwert zu niedrig war. Nach verschiedenen Untersuchungen wurde die Diagnose schließlich in der Uniklinik Mainz bestätigt und bald stand auch fest, dass er zur völligen Genesung eine Stammzellspende benötigen würde.

Der ehemalige Zollbeamte, der als Serviceleiter bei der Bundeskasse in Trier arbeitet, hatte Glück im Unglück und nach knapp zwei Monaten gab es sogar drei mögliche Spender für ihn. Sebastian wurde als sein am besten passendes Match ausgewählt. Im Februar 2016 erhielt er die überlebensrettenden Zellen. Dann dauert es fast drei Monate, um zu erkennen, dass sich die neuen Stammzellen eingenistet und wie er sagt „regierungsfähig“ geworden sind. Hermann ist von Natur aus ein optimistischer Mensch. Das hat ihm sehr geholfen, er war immer positiv eingestellt. „Du musst da jetzt durch“, hat er sich gesagt.

Heute ist Herman wieder ganz gesund, auch wenn er keine Marathons mehr laufen kann. Vor seiner Erkrankung hat er bereits 29 absolviert. Einen sportlichen Traum, den er sich aber erfüllt hat, und wo seine Kondition in nicht im Stich gelassen hat, war eine Radtour durch die Alpen nach Venedig. Wenn man Hermann und Sebastian so sieht, haben sie schon rein äußerlich viel Ähnlichkeit miteinander. Zudem arbeiten beide im öffentlichen Dienst, sind sportlich und teilen eine Vorliebe für alte Fahrzeuge. Sebastian hat einen alten Bully, mit dem er regelmäßig zu Festivals fährt – Hermann liebt alte Traktoren.

Viel zu schnell geht der gemeinsame Tag in Kiel für Hermann vorbei, und auch Sebastian freut sich auf ein baldiges Wiedersehen im neuen Jahr. Hermann hat Sebastian ein Buch mit dem Titel: „111 Orte in der Eifel, die man gesehen haben muss“ als Geschenk mitgebracht. Die ersten Orte wird Sebastian sich nächstes Jahr mit seinem Bully anschauen und dabei natürlich auch einen ausgiebigen Stopp bei Hermann machen.

Darauf freuen sie sich jetzt schon. „Wir hatten sofort eine Ebene“, sagt Hermann und ist sich sicher, dass Sebastian und er sich noch viel zu erzählen haben.

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