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11. Juni 2018, News in Spender & Patienten

„Der zweitschönste Moment – nach meiner Hochzeit!“

Spenderin Nadine Wicklein traf den kleinen Hassan in der Türkei

Mit ihrem letzten Urlaub verbindet DKMS-Spenderin Nadine Wicklein (27) aus dem sächsischen Borna einzigartige Erinnerungen. Gemeinsam mit ihrem Mann Benjamin reiste sie nach Antalya, um dort den fünfjährigen Hassan und seine Familie zu treffen. Für alle ein sehr emotionaler Moment, denn Nadine hatte dem Jungen im Jahr 2014 mit einer Stammzellspende eine neue Lebenschance ermöglicht.

Nadine Wicklein denkt gern an ihre Stammzellenspende zurück, denn sie hatte ein Happy End. Das sind ihre Erinnerungen auf dem Weg zum zweitschönsten Moment ihres Lebens:

Nach der Spende: Hoffen! Als Nadine erfuhr, dass sie für ein Kind gespendet hat, erkundigt sie sich immer wieder bei ihrem Ansprechpartner von der DKMS nach dem Gesundheitszustand. Oft sind ihre Gedanken bei der Familie des kleinen Patienten. Sie fiebert für ihren unbekannten, genetischen Zwilling mit und hofft, dass er wieder gesund wird. Und die Hoffnung bestätigt sich. Hassan wird wieder gesund.

Noch eine schöne Nachricht: Die Eltern des Jungen wünschen sich Kontakt zu ihr. Nadine überlegt nicht lange und plant einen Besuch bei Hassan und seiner Familie in der Türkei.

Das erste Treffen im  Hotel: Die Eltern begrüßen Nadine sehr herzlich. Aber wo ist Hassan? Auf den zweiten Blick entdeckt Nadine ihn, er versteckt sich hinter seiner Mutter. Der Übersetzer, den Hassans  Eltern mitgebracht haben, erklärt, Hassan sei ein bisschen schüchtern. Doch das legt sich schnell.

Die nächsten Tage in der Türkei: Die Familie hat ein „Sightseeing-Programm“ organisiert, damit Nadine und ihr Mann so viel wie möglich von der Heimat „ihres“ Patienten zu sehen bekommen. „Wir sind nach Perge, einer antiken Stadt gefahren, haben den Düden-Wasserfall besucht, waren Zuhause bei der Familie Türkisch Mittagessen und haben anschließend bei tollem Ausblick über Antalya türkischen Tee getrunken“, erzählt Nadine.

Nadine Wicklein bewegen diese Erinnerungen an die Zeit in Antalya nach wie vor sehr. Gerne denkt sie an die gemeinsamen Tage, insbesondere die Herzlichkeit und tiefe Dankbarkeit der Eltern ist ihr im Gedächtnis geblieben. Es war toll. Ich kann es gar nicht beschreiben, so viel Glück habe ich bisher nur bei meiner Hochzeit gespürt, sagt sie.

Die Geschichte von Hassan und Nadine zeigt, dass Blutkrebs vor keiner Ländergrenze Halt macht. Glücklicherweise sorgt ein internationales System des solidarischen Austauschs dafür, dass die Suchen nach Stammzellspenden weltweit funktioniert. In der Türkei gab es keinen passenden Spender für Hassan, dafür aber in Deutschland. Dennoch sind auch in Deutschland die Möglichkeiten begrenzt, denn für eine erfolgreiche Stammzelltransplantation ist die Übereinstimmung der Gewebemerkmale ausschlaggebend. Diese werden vererbt und sind ethnisch unterschiedlich. D.h. die Herkunft ist ganz entscheidend für die Finde-Wahrscheinlichkeit eines passenden Spenders.

Die DKMS wirkt dem entgegen, indem sie sich auch im Ausland Standorte eröffnet und mit Kliniken und Organisationen kooperiert. Beispielsweise gibt es seit 2015 eine Zusammenarbeit mit Indien, um für Patienten in dem Vielvölkerstaat einen passenden Stammzellspender zu finden.

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