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Auch Helfer brauchen Hilfe!

Aktion am 17. Juni 2018 in Vettweiß

Josef ist der Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Sievernich. Er ist stets einsatzbereit, um anderen zu helfen. Doch jetzt braucht der 54-Jährige selbst Hilfe: Vor wenigen Wochen erhielt Josef die Diagnose Blutkrebs. Eine Stammzelltransplantation ist seine einzige Überlebenschance. Deshalb organisieren die Löschgruppen Sievernich und Disternich gemeinsam mit der DKMS eine Aktion. Die Feuerwehr appelliert an die Bevölkerung: „Lasst uns als Gemeinde zusammenhalten und macht mit bei der Registrierung. Vielleicht sind Eure Stammzellen die Rettung für Josef oder einen anderen Patienten!“

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Die Freiwillige Feuerwehr Sievernich organisiert die Registrierungsaktion für Josef - Fotos zur Veröffentlichung bitte direkt beim Aktionsbetreuer anfragen!

UPDATE-TICKER

+++ 18.06.2018 +++
Feuerwehrkameraden aus der ganzen Region in Vettweiß

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Direkt am Ortseingang wurden die Besucher auf die DKMS Registrierungsaktion für Josef und andere aufmerksam gemacht.

Bei der Feuerwehr hält man zusammen und hilft, wo man kann. Deswegen waren am Sonntag bei der Registrierungsaktion in Vettweiß Feuerwehrmannschaften aus der ganzen Region dabei, um ihre Mitglieder zu registrieren. Auch Löschgruppen aus Hergarten, Niedeggen Nörvenich, Euskirchen und Zülpich zeigten samt Feuerwehrautos Präsenz. Natürlich nahmen auch viele andere Vereine und Anwohner aus dem Umland an der Registrierungsaktion in den Grundschulen in Vettweiß teil.

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Viele Feuerwehrleute ließen sich am Sonntag in Vettweiss registrieren

Die sechs Kameraden aus Josefs Löschgruppe hatten im Vorfeld über 30 freiwillige Helfer für ihre Registrierungsaktion organisiert: Gemeinsam registrierten die Helfer 418 neue potentielle Spender für die DKMS-Datei. Außerdem freute sich die Initiativgruppe um Stefan Klinkhammer über rund 2400 Euro Geldspenden für die DKMS. Die Lebensgefährtin von Josef dankte allen Helfern und Organisatoren. Zudem betonte sie, Josef und sie seien überwältigt und hoffen, dass sie vielen anderen erkrankten Menschen mit dieser Aktion helfen können. Fazit: Eine rundum gelungene Aktion! Hier finden Sie weitere Eindrücke vom Aktionstag.

 

+++ 12.06.2018 +++
Interview mit DKMS-Aktionsbetreuerin Pamela Kölbl 

Frage: Wer kommt als Spender in Frage, wer nicht?
[Pamela Kölbl] Grundsätzlich kommt jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren, der mindestens 50 kg wiegt, als Spender in Frage. Eine Registrierung ist bereits ab 17 Jahre möglich. Ausschlussgründe sind beispielsweise schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Erkrankungen wie beispielsweise Rheuma, fast alle Krebserkrankungen, Hepatitis B, C oder D. Für Detailfragen steht am Aktionstag eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der DKMS vor Ort zur Verfügung.

Frage: Wie läuft die Registrierung am Aktionstag ab?
[Pamela Kölbl] ] Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung erfolgt die Registrierung mit Wattestäbchen per Wangenschleimhautabstrich. Für den Spender ist das zunächst eine Sache von 5-10 Minuten. Damit ist der erste Schritt getan, um einem Menschen das Leben retten zu können.

Frage: Wonach wird der Wangenabstrich untersucht?
[Pamela Kölbl] Bei einer Typisierung werden die Gewebemerkmale bestimmt. Die Befunde werden anschließend anonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspender Register (ZKRD) in Ulm weitergeleitet, wo sie für Patientenanfragen aus dem In- und Ausland zur Verfügung stehen.

Frage: Die Aufnahme in die DKMS kostet 35 Euro. Wofür wird das Geld benötigt?
[Pamela Kölbl] Für die Bestimmung  der Gewebemerkmale fallen inklusive Laborkosten, Material, Logistik und Personal, Kosten in Höhe von 35 Euro an. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht. Nach einer anfänglichen Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit und die Deutsche Krebshilfe ist die DKMS seit Ende 1994 für den Ausbau der Datei finanziell auf sich gestellt. Die Spenderneugewinnung wird seitdem über Privat- und Firmenspenden finanziert. Jeder Euro, der an die DKMS gespendet wird, trägt dazu bei, die Überlebenschancen für Patienten zu verbessern.

Frage: Wann kommt man als Stammzellenspender in Frage?
[Pamela Kölbl] Die Gewebemerkmale von Patient und Spender müssen nahezu hundertprozentig übereinstimmen, damit eine Transplantation erfolgreich durchgeführt werden kann. Die Übereinstimmung der Gewebemerkmale zweier Menschen ist allerdings äußerst selten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass so viele Menschen wie möglich als potenzielle Stammzellspender registriert sind, denn nur so können „genetische Zwillinge“ auch tatsächlich gefunden werden.

Frage: Was geschieht mit den Proben, die abgegeben werden?
[Pamela Kölbl] Alle Proben werden sofort nach der Aktion ins Labor gebracht und analysiert. Entscheidend für eine erfolgreiche Übertragung der Stammzellen ist die Übereinstimmung von mindestens acht Gewebemerkmalen zwischen Patient und Spender. In unserem Labor werden bei allen neu aufgenommenen Spendern zwölf Gewebemerkmale bestimmt. Durch diese hochauflösende Typisierung wird der Spendersuchlauf deutlich verkürzt.

Frage: Gesetzt den Fall, die HLA-Merkmale eines Spenders stimmen mit denen eines Patienten überein. Was geschieht danach?
[Pamela Kölbl] Kommt man als Spender für einen Patienten in Frage, kommt es zu einer Bestätigungstypisierung. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem sich der potenzielle Spender endgültig entscheiden muss, ob er für den Patienten zur Verfügung stehen will. Wenn er zustimmt, wird bei ihm ein gründlicher Gesundheits- Check-up durchgeführt.

Die bloße Registrierung bei der DKMS beinhaltet zunächst nicht die bindende Verpflichtung zu einer tatsächlichen Stammzellspende. Denn oft kommt es erst nach Jahren zu einer Anfrage für eine Stammzellspende und in dieser Zeit können im Leben eines Spenders Umstände (z.B. Krankheiten) eingetreten sein, die eine Stammzellspende unmöglich machen.

Frage: Was passiert bei einer Knochenmark- oder Stammzellentnahme?
[Pamela Kölbl] Es gibt zwei verschiedene Entnahmeverfahren:

  1. Die wesentlich häufigere Methode (80%) ist die periphere Stammzellentnahme: Dem Spender wird über mehrere Tage ein Medikament verabreicht, welches die Produktion der Stammzellen im Knochenmark anregt und diese in die Blutbahn ausschwemmt. Nach dieser Vorbehandlung werden die Stammzellen über ein spezielles Verfahren aus dem Blut gesammelt.
  2. Seltener (20%) durchgeführt wird die Knochenmarkentnahme, bei der dem Spender das Blut-Knochenmarkgemisch unter Vollnarkose direkt aus dem Beckenkamm entnommen wird. Es bildet sich übrigens nach zwei Wochen wieder vollständig nach.

Frage: Muss sich der Spender auf einen längeren Krankenhausaufenthalt gefasst machen?
[Pamela Kölbl] Nur bei der Knochenmarkentnahme ist ein Krankenhausaufenthalt nötig, der etwa 2-3 Tage dauert. Die periphere Stammzellspende wird ambulant durchgeführt und dauert in der Regel vier Stunden.

Frage: Was sind die Anzeichen für einen Erfolg einer Stammzelltransplantation?
[Pamela Kölbl] Nach etwa zwei bis vier Wochen gibt der Anstieg der weißen Blutkörperchen erste Anhaltspunkte dafür, ob die neuen Stammzellen ihre Aufgabe aufgenommen haben und – wie gewünscht – gesunde Blutzellen bilden. Ist beim Patienten ein stetiger Anstieg weißer Blutkörperchen nachweisbar ist, steigt auch seine Chance auf ein zweites Leben.

Frage: Welche Risiken gibt es bei der Stammzellentnahme?
[Pamela Kölbl] Bei der Knochenmarkentnahme besteht für ein paar Tage ein lokaler Wundschmerz. Das Risiko beschränkt sich bei dieser Methode auf das übliche Narkoserisiko.

Bei der peripheren Stammzellspende können während der Vorbereitungsphase grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach heutigem Forschungsstand nicht bekannt.

Frage: Welches Krankenhaus entnimmt dem Spender Stammzellen?
[Pamela Kölbl] Die DKMS kooperiert mit ausgesuchten und routinierten Entnahmezentren. Die gesamte Reiseabwicklung inklusive Unterkunft übernimmt die DKMS für ihre Spender. Dem Spender entstehen keine Kosten.

 

+++ 05.06.2018 +++
Auszug aus der 1. Pressemitteilung

Normalerweise ist Josef derjenige, der stets zur Stelle ist, wenn jemand Hilfe benötigt. Als Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Vettweiß-Sievernich/Disternich hat er in vielen Einsätzen Menschen vor Schlimmerem bewahrt. „Josef ist ein echtes Vorbild, er ist immer für einen da“, erzählt sein stellvertretender Löschgruppenführer Stefan Klinkhammer. „Die Arbeit mit ihm in der Feuerwehr ist ein echtes Miteinander. Wir in der Löschgruppe sind so etwas wie eine kleine Familie, in der jeder für jeden da ist.“

Doch jetzt braucht Josef selbst Hilfe. Denn: Der 54-Jährige hat Blutkrebs. Er kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellspender registrieren lassen. Es geht nicht nur um Josef persönlich, sondern auch um alle anderen Patienten, die auf den passenden Spender hoffen“, weiß Stefan Klinkhammer. Um zu helfen, organisiert die gesamte Löschgruppe gemeinsam mit der DKMS die Registrierungsaktion in Vettweiß.

+++30.05.2018+++
Registrierungsaktion für Josef am 17. Juni 2018 in Vettweiß

Der 54-jährige Josef hat Blutkrebs. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ erfolglos. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich am Sonntag, den 17.06.2018, in der Grundschule- und Hauptschule Vettweiß zwischen 10 und 15 Uhr als potenzieller Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

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Das DKMS Media Center ist ein Angebot der DKMS Kommunikation für Journalist:innen und Multiplikator:innen.

Wir klären über Blutkrebs auf: regional, national und immer öfter auch international. Denn Aufklärung braucht Öffentlichkeit und unsere Öffentlichkeitsarbeit rettet Leben. Unser Ziel ist es, mittels aufmerksamkeitsstarker Medienberichte immer mehr Menschen dazu zu bewegen, sich dem Kampf gegen Blutkrebs anzuschließen: als registrierte Stammzellspender:innen oder als finanzielle oder ehrenamtliche Unterstützer:innen der DKMS.

Professionelle Medienarbeit in TV, Radio, Printmedien und Online sowie eine gute Zusammenarbeit mit Journalist:innen ist für uns dabei das beste Mittel, unser Thema bekannt zu machen.

Wir freuen uns über jeden, der uns bei diesem Anliegen unterstützt.