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14. Februar 2018, News in Spender & Patienten

Kinderkrebstag: Leticias Traum von Olympia

Am 15. Februar ist internationaler Kinderkrebstag

Jedes Jahr erkranken weltweit mehr als 250.000 Kinder an Krebs. In Deutschland sind jährlich zwischen 1.800 und 2.000 Kinder betroffen. Am 15. Februar wird mit dem internationalen Kinderkrebstag an die vielen Kinder erinnert, die solch eine Diagnose erhalten. Blutkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Kindern. Viele der kleinen Patienten können nur durch eine Stammzelltransplantation überleben, so wie die elfjährige Leticia. Für sie und ihre Eltern war Aufgeben keine Option. Zweimal hat das Mädchen den Kampf gegen den Blutkrebs aufgenommen und schlussendlich gewonnen. Nun träumt die Schülerin aus Bünde davon, einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen zu können.

Februar 2018: Leticia geht in die fünfte Klasse des Gymnasiums und liebt Sport. Sie macht Sportgymnastik, Tanz und Akrobatik und trainiert dazu zweimal pro Woche im Verein. Besonders stolz ist sie darauf, dass sie gerade Flic-Flac gelernt hat. Leticia ist so gut, dass ihre Trainerin sie für die Landesmeisterschaften angemeldet hat.

Wenn man sie fragt, was sie für einen Berufswunsch hat, sagt sie: „Profisportlerin“. Ihr Traum ist es, bei Olympischen Spielen teilzunehmen und später vielleicht auch einmal als Trainerin andere Sportler fit zu machen. Dass sie gleich zweimal lebensbedrohlich krank war, sieht man ihr heute nicht mehr an.

Leticia ist gerade erst sieben Jahre alt, als sie und ihre Eltern mit der niederschmetternden Diagnose Blutkrebs konfrontiert werden. Kurz vor den Sommerferien 2013 klagt sie immer wieder über starke Bauchschmerzen. Zunächst denken die Eltern an eine Blinddarmentzündung. Ein Kinderarzt schickt die Familie sofort in die Klinik, wo nach einigen Untersuchungen feststeht, dass das Mädchen ein Non-Hodgkin Lymphom hat. Dabei handelt es sich um eine gefährliche Erkrankung des lymphatischen Systems. Bösartige Immunzellen befallen die Lymphknoten und Organe im Körper – bei Leticia war der Bauchraum betroffen.

Sechs Monate Chemotherapie folgen. Leticia ist eine Kämpfernatur: Sie erträgt die Nebenwirkungen tapfer, obwohl alle Schleimhäute wund sind und das Essen eine Tortur ist. Viel Zeit verbringt sie mit Basteln und Malen. „Das war ihr Ventil“, sagt Mutter Rassima. Viele Freunde, Leticias Mitschüler, die Lehrerin und andere Eltern nehmen Anteil und unterstützen sie und ihre Familie.

Tragische Wendung: Als Leticia endlich wieder zu Hause ist, hat sie kaum Zeit, sich wieder einzuleben. Sie bekommt plötzlich Fieber, muss wieder ins Krankenhaus. Der Blutkrebs ist zurück:  diesmal noch bösartiger, noch aggressiver. Zunächst sind die Ärzte ratlos, lassen gleichzeitig aber nichts unversucht, eine geeignete Therapie für das Mädchen zu finden. Wieder entscheiden sie sich für eine Chemotherapie – mit einer anschließenden Stammzelltransplantation.

Da Leticias Mutter aus Kasachstan stammt und ihr Vater spanische Wurzeln hat, ist es fast unmöglich, einen geeigneten unverwandten Stammzellspender für sie zu finden. Deshalb steht schnell fest, dass Leticias Mutter Stammzellen für ihr Kind spenden wird. Dennoch organisieren die Familie, Freunde und Kollegen eine öffentliche Registrierungsaktion mit der DKMS. Allen ist es ein Anliegen, für Leticia und andere Betroffene zu kämpfen – erst recht für die Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft seltene Gewebemerkmale und damit leider auch schlechtere Chancen auf einen passenden Spender haben.

Fast 1.100 Freiwillige lassen sich 2014 als potenzielle Stammzellspender in der DKMS registrieren. Bis heute konnten davon bereits fünf Menschen spenden und anderen Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben schenken.

Im Februar 2015 erhält Leticia schließlich ihre dringend benötigte Stammzelltransplantation – nur einen Monat später darf sie nach Hause.

Ihr Kinderzimmer haben wir komplett renoviert und desinfiziert, um ihr neues Immunsystem und das hohe Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten“, sagt ihre Mutter. Und weiter: „Leticia wieder zu Hause zu haben, war ein Gefühl der Befreiung.

Ganz langsam erholt sich Leticia. Da sie die zweite Grundschulklasse komplett im Krankenhaus verbracht hat, und zunächst nicht wieder in die Schule darf, wird sie zu Hause unterrichtet. Den verpassten Lernstoff holt sie so gut auf, dass sie keine Klasse wiederholen muss und weiter mit ihren Schulkameraden zusammen bleiben kann. Neben Sport mag sie vor allem die Fächer Kunst und Mathematik.

Heute spielt die Krankheit in ihrem Alltag keine Rolle mehr – außer, wenn die dreimonatigen Untersuchungstermine anstehen. Mit ihren jungen Jahren ist Leticia ein starkes Mädchen, das die Hoffnung und den Kampf gegen den Krebs nicht aufgegeben hat. Mit Erfolg: Sie ist wieder gesund.

Und ihren Olympia-Traum hat sie fest im Blick. Bis es so weit ist, unterstützt sie mit ihrer persönlichen Geschichte die aktuelle DKMS-Kampagne „Gold fürs Leben“. Die DKMS ist als Charity Partner des Deutschen Hauses  bei den Winterspielen in PyeongChang mit dabei und macht gemeinsam mit vielen prominenten Athleten auf den Kampf gegen den Blutkrebs aufmerksam. Dabei geht es um Chancen, Hoffnung, Ziele, Höchstleistungen und vor allem darum, niemals aufzugeben und weitere Stammzellspender zu gewinnen. Auch Leticia wünscht sich, dass durch die große Aufmerksamkeit das DKMS-Team wächst, sich viele Menschen registrieren lassen, und damit betroffene Kindern und Erwachsenen wieder gesund werden, so wie sie.

 

Jedes Jahr erkranken weltweit mehr als 250.000 Kinder an Krebs. In Deutschland sind jährlich zwischen 1.800 und 2.000 Kinder betroffen. Blutkrebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern unter allen Krebsarten in Deutschland. Jährlich erkranken in Deutschland über 700 Kinder an Blutkrebs.

Am 15. Februar wird mit dem internationalen Kinderkrebstag an die vielen Kinder erinnert, die solch eine Diagnose erhalten. Viele der kleinen Patienten haben aber sehr gute Überlebenschancen, so wie Leticia.

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