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18. Mai 2021, News in Spender & Patienten

Erster DKMS Spender: „Sei fair zu anderen und hilf“

Richard Becker aus Frankfurt war 1991 der erste Stammzellspender der DKMS

Victoria und Katharina, zwei Kinder aus Richard Beckers Nachbarschaft suchten einen Lebensretter oder eine Lebensretterin für ihre Mutter Mechtild. Um zu helfen, ließ sich Becker vor 30 Jahren mit seiner Tochter als potenzieller Spender registrieren – und wurde der erste tatsächliche Stammzellspender der kurz darauf gegründeten DKMS. Mittlerweile hat die Stammzellspenderdatei mehr als 90.000 neue Lebenschancen ermöglicht.

Das er sozusagen Premierengast der DKMS sein würde, das hat der Frankfurter erst zum 25. Jubiläum der DKMS erfahren. „Ich bekam damals wenige Wochen nach der Registrierung einen Brief aus Tübingen. In dem wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, Spender zu werden. Selbstverständlich habe ich zugesagt. Wenn ich helfen kann, dann tue ich das auch,“ erinnert sich Richard Becker. Wenige Wochen und einige Voruntersuchungen später bekam er eine weitere Nachricht: Er passte tatsächlich als Stammzellspender. Zu diesem Zeitpunkt wurden noch alle Stammzellspenden via Knochenmarkentnahme vorgenommen. Seit 1996 können die Stammzellen auch ohne Operation peripher, das heißt über die Blutbahn, entnommen werden – mittlerweile in 80 Prozent aller Spenden.

Die Knochenmarkentnahme bei Richard Becker verlief komplikationsfrei, jetzt erinnern nur noch zwei kleine Narben an den Eingriff. „Ich selbst habe jahrelang nicht an die Spende gedacht, bis sich die DKMS vor fünf Jahren wieder bei mir meldete. Ich erfuhr, dass ich damals der erste Spender der DKMS war“, erzählt der ehemalige Sportjournalist.

Engagiert und neugierig: Als Sportjournalist quer um die Welt

Auf die Stammzellspende blickt er entspannt zurück. Ein wenig Schüttelfrost habe er nach dem Eingriff gehabt. Nur Sport sollte er 14 Tage vor der Operation nicht machen. Also musste er seine Hobbys kurzzeitig etwas ruhiger angehen lassen. Als ehemaliger Sportstudent war Becker immer sportlich aktiv, spielte unter anderem Basketball, Fußball und Tennis. Neben Sport studierte er Französisch ­– ursprünglich auf Lehramt. Seine Leidenschaft und ein Zufall brachten ihn jedoch zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). „Es fing als Semesterjob an. Als Redaktionsbote musste ich Manuskripte per Rohrpost von A nach B bringen. Als ich bei einem größeren Basketballturnier in Bad Homburg mitgespielt habe, habe ich dann einfach gefragt, ob die Journalisten nicht einen Artikel dazu haben wollten. Mit einer kleinen Meldung fing dann meine freie Mitarbeit bei der FAZ an“, berichtet er.

Es war der Beginn einer leidenschaftlichen Karriere, quasi über Nacht wurde er Journalist. Zunächst half Becker bei den Olympischen Spielen 1972 in München aus, 1973 erhielt er einen festen Job bei der FAZ. „Das Praxissemester in der Schule hat mir gut gefallen, aber als mir klar wurde, dass ich da jeden Tag zwischen sieben und acht Uhr morgens auf der Matte stehen müsste, dachte ich mir: lieber zur Zeitung. So wurden aus meinem Semesterjob 34 Jahre als Sportjournalist.“

34 Jahre, in denen der Journalist jede Sportart, über die er schrieb, ausprobierte – er wollte schließlich wissen, worüber er berichtete. Also rauschte er in einem Viererbob die Eisbahn in Winterberg herunter, probierte sein Glück beim Reiten und auf einem Rodelschlitten am Königssee.

Durch seinen Job war Becker viel unterwegs. Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Pferderennen in Hongkong. Auch heute noch spielt Sport eine Rolle im Leben des Stammzellspenders genauso wie das Reisen: „Ich bin so oft, wie es geht in meinem Ferienhaus in Spanien und spiele mittlerweile gerne Golf. Ich habe mein Leben lang Sport getrieben, da kommt es auf Fairness an. Bei der Spende habe ich mir gedacht: Sei fair zu anderen und hilf.“ Jungen Leuten rät er deshalb: „Wenn ihr die Möglichkeit habt, lasst euch auf jeden Fall registrieren.“

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