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19. Dezember 2018, Pressemitteilung in Organisation & Transparenz

DKMS nimmt weltweit mehr als eine Million Spender auf

Viele weitere Helfer mit Herz gesucht - Auch für junge Menschen ist es Ehrensache, Gutes zu tun

Tübingen, 19. Dezember 2018 – Die Hilfsbereitschaft für Blutkrebspatienten, die auf eine lebensrettende Stammzelltransplantation angewiesen sind, war auch 2018 grenzenlos. Besonders erfreulich: Viele junge Menschen – darunter zahlreiche Studierende – haben sich für die gute Sache engagiert und stehen nun als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung. 2018 wurden weltweit mehr als eine Million neue Spender an einem der internationalen Standorte der DKMS aufgenommen. In Deutschland haben sich bei über 1.300 bundesweiten Aktionen sowie online bisher mehr als 600.000 Menschen als Spender registriert und sich grundsätzlich dazu bereit erklärt, einem Blutkrebspatienten eine zweite Chance auf Leben zu schenken. Allein in Deutschland konnte in diesem Jahr bereits über 5.000 Erkrankten mit einer Stammzellspende eines DKMS-Spenders geholfen werden. Mit diesen Erfolgen startet die DKMS optimistisch ins Jahr 2019: Das Ziel ist, noch mehr junge Menschen zur Registrierung zu motivieren und damit noch mehr Patienten helfen zu können.

Die Solidarität mit Blutkrebspatienten war auch 2018 wieder Ausdruck eines gesellschaftlichen Gemeinschaftsgefühls in Deutschland. Anfang Dezember ließen sich in Ludwigshafen auf der größten Registrierungsaktion des Jahres 3.367 neue Spender in die gemeinnützige DKMS als potenzielle Lebensretter aufnehmen. Aufgerufen hatte eine Initiativgruppe zusammen mit der DKMS für die 22-jährige Bahar und die zweijährige Mira.

Im August war es Mathilda aus Geeste im Emsland, deren Schicksal für große Aufmerksamkeit sorgte. 2.792 Menschen ließen sich hier an einem Tag für die Vierjährige und andere Patienten als mögliche Spender registrieren. Und im März mobilisierte der elfjährige Arda aus Sigmaringendorf die Menschen in Baden-Württemberg zum Kampf gegen dessen Blutkrebserkrankung. Zusammen mit Ardas Fußballverein organisierte die DKMS eine Registrierungsaktion, bei der 2.764 Freiwillige als neue Spender gewonnen wurden.

Dies sind nur drei Beispiele für über 1.300 öffentliche Registrierungsaktionen, die 2018 von der DKMS zusammen mit vielen Unterstützern in Deutschland organisiert wurden. „Die Hilfsbereitschaft im Kampf gegen Blutkrebs hierzulande ist überwältigend. Wir bedanken uns daher sehr herzlich bei allen, die uns uneigennützig dabei helfen, Patienten neue Lebenschancen zu ermöglichen. Was uns besonders freut: Aktuell sind mehr als 5,8 Millionen Menschen in der DKMS Deutschland registriert. Weltweit gibt es kein anderes Land, in dem sich gemessen an der Einwohnerzahl prozentual so viele potenzielle Stammzellspender aufnehmen lassen, wenn man die Einwohnerzahlen vergleicht“, sagt Dr. Elke Neujahr, COO der DKMS. „Doch wir brauchen noch viele weitere Helfer mit Herz. Insbesondere bitten wir junge Menschen, sich registrieren zu lassen – denn sie bleiben über Jahrzehnte in unserer Datei und steigern so nachhaltig die Chancen für Patienten, den geeigneten Spender zu finden.“

Die Ansprache junger Menschen, vor allem Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, stand in diesem Jahr im Fokus und wird auch 2019 weiter ausgebaut. Männer in diesem Alter sind die am häufigsten angeforderten Spender. Sie werden von Transplanteuren bevorzugt, da die Überlebensrate der Empfänger von Stammzellen junger Spender am höchsten ist. Das belegen wissenschaftliche Analysen.

2018 haben sich bisher durch die gezielte Ansprache und mit großer Unterstützung durch engagierte Studierendenorganisationen wie AIAS Deutschland e.V. über 280.000 Menschen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren registrieren lassen, davon mehr als 100.000 Männer. Allein im Dezember hat AIAS innerhalb einer Woche über 6.000 Kommilitonen zur Registrierung motiviert. Rund 1.000 weitere Studierende konnten bei den von der DKMS und dem Kölner Studierendenwerk organisierten „Kölner Heldentagen“ an sieben Hochschulen der Domstadt für den Kampf gegen Blutkrebs gewonnen werden.

Einen weiteren wichtigen Erfolg für das weltweite Solidarsystem im Kampf gegen Blutkrebs hat die DKMS in diesem Jahr in Chile erzielt. Seit April ist die DKMS dort als Register und Stammzellspenderdatei aktiv und konnte bis heute über 15.000 Chilenen zur Registrierung motivieren. Zwei der Spender haben bereits eine zweite Chance auf Leben schenken können.

„Die DKMS engagiert sich seit vielen Jahren auch international, um dadurch so vielen Blutkrebspatienten wie möglich zu helfen – denn die Krankheit kennt keine Landesgrenzen. Wir verstehen unseren Hilfsauftrag weltweit“, erklärt Dr. Elke Neujahr. Und weiter: „Wir freuen uns daher sehr, dass wir im April 2018 mit DKMS Chile nach Deutschland, den USA, Polen und Großbritannien den nunmehr fünften DKMS-Standort eröffnen konnten. Wir erhoffen uns dadurch eine wachsende Datei mit möglichst großer Vielfalt unter den registrierten Spendern. Denn damit können wir nachhaltig noch mehr Blutkrebspatienten helfen, die erhoffte Lebenschance zu erhalten.“

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